Oper

Tosca

Giacomo Puccini

Melodramma in drei Akten ~ Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln


Content

Im Fadenkreuz von Politik und Kunst, Liebe und Begehren steht die gefeierte Operndiva Floria Tosca. Leidenschaftlich liebt sie den Maler Mario Cavaradossi, den seine Freundschaft zum politisch verdächtigen Cesare Angelotti ins Visier des römischen Polizeichefs Baron Scarpia geraten lässt. Indem Scarpia Toscas blinde Eifersucht anstachelt, hofft er, dem flüchtigen Angelotti auf die Spur zu kommen. Es gelingt Scarpias Helfershelfern, Cavaradossi gefangen zu nehmen, der selbst unter Folterqualen die Ideale der Freiheit nicht verrät. Um ihrem Geliebten die Flucht zu ermöglichen, gibt Tosca vor, sich Scarpia hingeben zu wollen. Doch statt ans Ziel seiner Lust zu kommen, findet er in Toscas Kuss sein Ende. Als Tosca erkennt, dass Scarpia selbst noch im Tode Cavaradossis Entkommen verhindert und sie das Opfer eines perfiden Täuschungsmanövers ist, stürzt sie sich von der Engelsburg in die Tiefe. Rom, die Ewige Stadt, liefert mit der Kirche Sant’Andrea della Valle, dem Palazzo Farnese und der Engelsburg das pittoreske Ambiente in Puccinis Opernkrimi. Regisseur Alexander Schulin und Bühnenbildner Alfred Peter übertragen die genau definierten Schauplätze in eine optische Umsetzung, die die goldene Pracht des sakralen Raums ebenso zeigt wie die klaustrophobische Enge des Arbeitszimmers des Polizeichefs. In sämtlichen Hauptpartien neu besetzt, kehrt „Tosca“ unter der Leitung von Chefdirigentin Oksana Lyniv zurück auf den Spielplan der Oper Graz.

Besetzung

Pressestimmen

„Mit neuer Besetzung nimmt die Oper Graz die erfolgreiche ‚Tosca‘ der Saison 2014/15 wieder auf. Chefdirigentin Oksana Lyniv leitete die Premiere der von Christian Thausing einstudierten Inszenierung von Alexander Schulin mit kraftvoller Hand. Sie erlaubt den großen Melodienfluss, setzt dramatische Akzente und baut ein mächtiges Finale auf, das die Tragödie wirkungsvoll beschließt. Wieder beeindruckt Alfred Peters Bühne. Der von goldenen Mosaiken dominierte Kirchenraum des ersten Aktes verengt sich bedrohlich zum Verhörzimmer, während der dritte Akt als surrealer Angsttraum abhebt. (…) Intensiv gestaltet die niederländische Sopranistin Annemarie Kremer diese Metamorphose und steigert ihre umfängliche, anfangs noch flackernde Stimme zu imponierendem Ausdruck. Stärke zeigen auch die politischen und erotischen Gegenspieler Cavaradossi und Scarpia. In der Rolle des Malers brilliert der junge Migran Agadzhanian mit weit ausholendem, metallisch konturiertem Tenor. Jordan Shanahan leiht seinem gnadenlos zielstrebigen Scarpia einen kräftig-kühlen Bariton. Von angstbesetzter Bosheit (Martin Fournier) der eine und ungerührt (Konstantin Sfiris) der andere sind Scarpias Schergen. Den Konsul Angelotti singt der Russe Dmitrii Lebamba, ab Herbst neues Ensemblemitglied. Effektvoll, bunt und detailreich sind Geistlichkeit und Kirchgänger choreographiert, das komödiantische Element bringen David McShane und die Singschul in die herzzerreißende Tragödie, die zu Recht wieder begeistert.“ (Kleine Zeitung)

 

„Es wurde ein musikalisch großartiger Abend, der im sehr gut ausgelasteten Haus vom erfreulich jungen Publikum am Ende zu Recht sehr akklamiert wurde. Der Erfolg jeder Tosca-Aufführung steht und fällt – unabhängig von allen Regiekonzepten – mit der Besetzung der drei Hauptfiguren und da ist Graz unbestreitbar ein Volltreffer gelungen! (…) Den Grazer Philharmonikern und vor allem ihrer Chefdirigentin Oksana Lyniv gebührt diesmal ein besonderes Lob. Da erlebte man auch im Orchester prächtiges italienisches Musiktheater. Oksana Lyniv dirigierte ungemein konzentriert, stets mit den Solisten mitatmend, holte aus den schön spielenden Holzbläsern zarte und durchsichtige Klangfarben heraus, wählte für die großen lyrischen Momente breit ausladende, aber nie schleppende Tempi und wechselte bruchlos zu den dramatisch zugespitzten, mächtigen Orchesterausbrüchen, ohne dabei jemals die Solisten zuzudecken.“ (Opernfreund)  

Vorstellungen

Derzeit keine