Operette

Polnische Hochzeit

Joseph Beer

Operette in drei Akten mit Prolog

Libretto und Texte von Fritz Löhner-Beda und Alfred Grünwald

In deutscher Sprache mit Übertiteln


Content

Ein verkleideter Freiheitskämpfer, sein Onkel mit bedenklichem Blaubart-Komplex, der bereits die sechste Hochzeit mit einer natürlich noch (!) jüngeren Frau plant, eine höchst kreative, willensstarke Nachbarin, auch bekannt und gefürchtet als „Wildkatze“, und eine feierlustige Gesellschaft treffen in dieser wortwitzigen, frechen Operette der Irrungen und Wirrungen von Joseph Beer aufeinander, um die Hochzeit des Jahres, ja vielleicht des Jahrhunderts, zu feiern: Das Silber wird geputzt, die Garderobe entstaubt, das Fest der Eitelkeiten und Köstlichkeiten kann beginnen! Joseph Beers Musik tanzt dabei zwischen Operette und Musical, zwischen Jazz, Klezmer und Walzer – höchste Dramatik gepaart mit berührender Sentimentalität, wenn es heißt: „Herz an Herz, Hand in Hand, wird die Welt zum Märchenland“. Die umjubelte Uraufführung fand 1937 in Zürich statt, von wo aus die Operette ihren Siegeszug über rund vierzig Bühnen antrat. Der kometenhafte Aufstieg des kompositorischen Wunderkindes fand ein Ende, als sich Österreich 1938 Nazi-Deutschland anschloss und Beer nach Frankreich fliehen musste. Die geplante österreichische Erstaufführung mit Richard Tauber in Wien wurde von den Nationalsozialisten verhindert, und Joseph Beer geriet in Vergessenheit. In einer Inszenierung von Sebastian Ritschel wird dieses Feuerwerk der Operette nun erstmalig die Grazer Opernbühne zum Funkeln bringen.

Besetzung

Musikalische Leitung
(Dez: 13, 16, 21, 31, Jan: 13, 16, 18, Feb: 10, Mär: 2, 24)
/
(Dez: 13, 16, 21, 31, Jan: 13, 16, 18, Feb: 13, Mär: 2, 24)
Inszenierung
Choreographie
Bühnenbild
Kostüme

 

Baron Mietek Oginsky
Jadja, seine Tochter
(Dez: 13, 16, 21)
/
(Dez: 31, Jan: 13, 16, 18, Feb: 10, 13, Mär: 2, 24)
Graf Staschek Zagorsky
(Dez: 13, 16, 21, Jan: 13, 16, 18, Mär: 24)
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(Dez: 31, Feb: 10, 13, Mär: 2)
Graf Boleslav Zagorksy
Suza
(Dez: 13, Jan: 13, 16, 18, Feb: 13)
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(Dez: 16, 21, 31, Feb: 10, Mär: 2, 24)
Casimir von Kawietzky
Mazurkiewitsch
Sergius Korrosoff
Leutnant Alexandrowitsch
Stani
(Jan: 13, 16, 18)
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(Dez: 13, 16, 21, 31, Feb: 10, 13, Mär: 2, 24)
Pressestimmen

„Für die Grazer Produktion haben alle ins Volle und Knallbunte gegriffen (…). Mithilfe der flotten Choreografien von Simon Eichenberger weiß Sebastian Ritschel sehr musikalisch umzugehen mit der turbulenten Verwechslungskomödie (…). Selbst wenn Tohu und Wabohu regieren: Der deutsche Regisseur verliert den Faden nie und gibt dem Paradebeispiel einer leichten Muse auch stille Momente.

Sängerisch herausragend ist der kernige ungarische Tenor Szabolcs Brickner als Boleslav (…). Der steirische Bass Markus Butter gibt als Boleslavs Onkel Staschek souverän den Macho (…).  Wer wirklich die Hosen anhat, zeigt Suza, „die Wildkatze“, mit Krallen auf der Zunge und Haaren auf den Zähnen – Mareike Jankowski gibt sie als donnerwetternde Domina. Josef Forstner als gaudewipfelnder Vater Jadjas, Ivan Orescanin als Träumer Casimir und der Rest ergänzen das durchwegs gut besetzte Ensemble.

Frisch, frech, frivol: Die Grazer Oper hat mit der „Polnischen Hochzeit“ eine Rarität gewagt. Und mit dem groß bestellten Aufgebot – das lässt sich nach der gefeierten Premiere leicht prophezeien – gewonnen.“ (Kleine Zeitung)

 

„Ultra-Kunter-Bunt! In der Inszenierung von Sebastian Ritschel ist die „Polnische Hochzeit“ nämlich zu vorderst ein genialisches Ausstattungsmassaker, aus dem vor allem die einzigartig überdrehten Folklore und Varieté-Kostüme Andy Besuchs hervorstechen, während das Bühnenbild (von Martin Miotk) als gigantischer Gemüsekorb die Szene überragt. (…) Lautstark und klangmächtig sind an diesem Abend die Grazer Philharmoniker unter Marius Burkert, die Beers faszinierend-schwülstigen Mix aus Dreißigerjahre-Schlager, Folklore und Jazz treibend in Klang setzen (…). Am durchschlagendsten erscheint unter diesen Umständen Mareike Jankowski in der Rolle der „Wildkatze Suza“, die als Amazone mit Lederstiefeln und Reitgerte ab der Seite des tollpatschigen Casimir (Ivan Oreščanin) szenischen wie stimmlichen Dreißigerjahre-Varieté-Charme versprüht.“ (Kronen Zeitung)

 

„Inszeniert wurde die Grazer Neuproduktion von Sebastian Ritschel, der das vermutlich einzig Sinnvolle macht – er versucht gar nicht erst, das Werk in eine ernste Form zu pressen, sondern gestaltete die Polnische Hochzeit als völlig überdrehten, schablonenhaften Spaß mit überzeichneten Kostümen, Charakteren und Bühnenbildern. Die nötige Ernsthaftigkeit kam ohnedies von der musikalischen Seite, die Grazer Philharmoniker drehten unter der Leitung von Marius Burkert die Operettenseligkeit auf die höchste Stufe, schmachteten und swingten ebenso leidenschaftlich wie farbenreich durch die Partitur. Spielfreudig umgesetzt wurde Beers Musik auch von einem bestens aufgelegten Sängerensemble, das sichtlich Spaß an der abstrusen Handlung und den schmissigen Hits hatte. (Bachtrack)

 

„Die Personenführung durch den Regisseur Sebastian Ritschel unterstreicht einerseits das Zauberhafte, (…) andererseits vernachlässigt er auch nicht die Komik des Geschehens und schafft so ideale Voraussetzungen für ein bewährtes Ensemble, das das Publikum bestens unterhält und für gute Laune sorgt. (…) Der Dirigent Marius Burkert hat das Wagnis unternommen, sich dieses lange vergessenen Werks anzunehmen. Er hat einen Schatz geborgen und diesen – unterstützt von den prächtig aufspielenden Grazer Philharmonikern – in seiner strahlenden Vielfalt sichtbar und hörbar gemacht.“ (Online-Merker)

 

Wissenswertes rund um die Produktion
Zur Inspiration

Vorstellungen

Mi 16. Jän 2019
DETAILS
Nachklang
22:15 bis ca. 23:15, Galeriefoyer
€ 8 (inkl. Vorstellung), nur für Studenten
Sa 2. Mär 2019
DETAILS
Aftershow-Party
22:00 bis ca. 03:00, Studiobühne
€ 9, nur mit einem Besuch der "Polnischen Hochzeit"