Kammerkonzerte

Musik des Krieges

Klaviertrios um 1945 von Dimitri Schostakowitsch, Sergej Prokofiew und Mieczysław Weinberg


Violine
Elizaveta Goldort
Violoncello
Marta Kordykiewicz
Klavier
Levon Avagyan
Gesang
Antonia Cosmina Stancu

Content

 „Wie Wind, der durch einen Friedhof fährt“ beschreibt Prokofjew die Musik seiner Violinsonate Nr. 1, die ab 1938 entstand. Sie zählt zum Dunkelsten, Tragischsten, das er je komponierte. Auch in Schostakowitschs Klaviertrio Nr. 2 (komponiert 1944) sind Verzweiflung und Trauer allgegenwärtig. Durch die Verwendung jüdischer Melodien verlieh Schostakowitsch seinem Entsetzen über die Judenverfolgung Ausdruck. Auch Mieczysław Weinberg, der selbst fliehen musste, setzt sich in seinem Klaviertrio von 1945 mit dem jüdischen Schicksal im Krieg auseinander. Zutiefst berührende Musik dreier Komponisten im Umfeld der Sowjetunion, die die Unmenschlichkeit des zweiten Weltkrieges hörbar macht und einen Einblick in die Welt von Weinbergs „Passagierin“ gibt.
Moderiert wird dieses Kammerkonzert von Stückdramaturgin der Produktion „Die Passagierin“, Marlene Hahn.

 

Da die Oper Graz ein umfassendes Rahmenprogramm zu diesem Themenkreis anbietet, ist das Opernhaus an diesem Abend schon ab 18 Uhr geöffnet. 

Vorstellungen

Derzeit keine

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