Oper

Le nozze di Figaro
Die Hochzeit des Figaro

Wolfgang Amadeus Mozart

Opera buffa in vier Akten ~ Libretto von Lorenzo Da Ponte nach dem Lustspiel „La folle journée, ou Le mariage de Figaro“ (1783/84) von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln


Content

Einst war Figaro, der Barbier von Sevilla, trick- und einfallsreich daran beteiligt, dass sein Herr, Graf Almaviva, Rosina vor den Traualtar führen konnte. Nun ist Figaros eigener Hochzeitstag gekommen, denn er möchte Susanna, die Kammerzofe der Gräfin, heiraten. Doch mittlerweile hat das Interesse des Grafen an seiner Gemahlin merklich nachgelassen, da sein amouröses Interesse momentan auf Susanna abzielt. Um das zu verhindern, sind im Laufe eines einzigen, aberwitzigen Tages Intrigen und Winkelzüge sonder Zahl zu bewältigen, wobei das komplette Inventar der Komödienliteratur wie fingierte Abreisen, gefälschte Briefe, ein Fenstersprung, ein zerbrochener Blumentopf, Verkleidungen, Verwechslungen und eine spitze Nadel dazu beitragen, die Figuren mit all ihren privaten Begehrlichkeiten immer turbulenter durcheinander zu wirbeln. Erst als der Graf auf Knien seine Gemahlin um Vergebung bittet, ist die Hochzeit des Figaro möglich. Maximilian von Mayenburg hat durch seine Operninszenierungen u. a. in Bielefeld, Weimar, Heidelberg und durch einen abgründigen und gleichermaßen reizvoll lebensnahen „Rosenkavalier“ in Altenburg nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht. „Die Hochzeit des Figaro“ ist seine erste Arbeit an der Oper Graz.

 

 

Besetzung

Pressestimmen

Praller und schlüssiger Abend

„Dem deutschen Regisseur Maximilian von Mayenburg gelingt […] ein praller, schlüssiger Abend. […] der junge Münchner Regisseur überzeugt mit stringenter Personenführung samt einer entzückenden „Marionettenszene“ […]. […] der slowakische Bassbariton Peter Kellner […] gibt sängerisch wie schauspielerisch souverän den Figaro. Als Susanna […] lässt die Ukrainerin Tetiana Miyus ihren Sopran immer strahlender aufblühen. Die Russin Oksana Sekerina stellt mit ihrem wohlgerundeten Sopran die gedemütigte Gräfin Almaviva innig dar, als ihr Mann demonstriert […] Markus Butter mit seinem feinen Bariton überzeugend, wie schnell man vom triebgesteuerten Herren zum getriebenen Narren (gemacht) wird.“ 

(Kleine Zeitung)

 

Sängerensemble schauspielert außerordentlich munter 

„[…] Das Sängerensemble schauspielert außerordentlich munter und sympathisch dahin. Tetiana Miyus‘ […] lyrischer Sopran blüht immer mehr auf. […] Oksana Sekerina, die die Gräfin mit schönem Legato und wohlklingendem Sopran singt. Anna Brull spielt einen hinreißenden Cherubino und singt ihn sehr ordentlich. Die Parade der Gecken in ihren abenteuerlichen Kostümen (von Gabriele Jaenecke) ist wunderbar widerwärtig: Wilfried Zelinkas gestörter Bartolo (ein Doktor wie eine Vorwegnahme des grausigen Arzetes aus Bergs „Wozzek“), Manuel von Sendens süffisanter Basilio und Albert Memetis Witzfigur des Don Curzio. Yuan Zhangs Marcellina ist tadellos, Lalit Worathepnitinan singt die Barbarina-Arie berührend, David McShane ist ein unterhaltsamer Antonio.“ 

(Kronen Zeitung)

 

 Ideala Besetzung des Hauptpaars 

„[…] Ideal besetzt war das Hauptpaar des Abends mit Tetiana Miyus als Susanna und Peter Kellner als Figaro. […] Der titelgebende Figaro liegt Kellner perfekt in der Kehle, in allen Lagen ließ er seinen warm timbrierten Bass wendig und jugendlich frisch durch sämtliche Verstrickungen strömen. […]  Schon im ersten Akt blühte Miyus‘ kristallklarer Sopran herrlich auf, wobei sie sich im Laufe des Abends sogar noch steigern konnte und schließlich ihre Rosenarie so berückend interpretierte, dass das gesamte Publikum den Atem anzuhalten schien. […] In einen Moment ehrlichster Aufrichtigkeit inmitten des Intrigenspiels verwandelte Oksana Sekerina (Gräfin Almaviva) das „Dove sono“, das dank ihrer innigen Gestaltung zum emotionalen Höhepunkt des Abends wurde.“ 

(Bachtrack.com)

 

 Orchester bot farben- und facettenreiche Basis

 „[…] Insgesamt boten Orchester und Dirigent dem Vokalensemble eine farben- und facettenreiche, schwungvoll vorwärtsdrängende Basis, auf der in allen Rollen betörend schön und auf begeisternd hohem Niveau gesungen werden konnte. […] Die Sopranistin Tetiana Miyus gestaltete ihre Rolle als Drahtzieherin und Retterin der Verliebten und Verzweifelten darstellerisch so charmant und temperamentvoll und sängerisch so betörend – mit weit gespannten Linien und lichtem farbenreichem Klang – dass man sich wieder einmal fragte, warum diese Oper nicht „Susanna“ heißt. Als Figaro steht ihr in Peter Kellner ein sängerisch und darstellerisch ebenso temperamentvoller Streiter im Liebeskrieg zur Seite oder gegenüber. Oksana Sekerina als Gräfin, in ihren großen Arien von enthobenem Weltschmerz stilvoll gezeichnet, ergab sich in den Ensembles ganz diesseitig der Lust an der Intrige. Das Brief-Duett Susanna-Gräfin -ein bewegender strahlender Höhepunkt.“  

(Drehpunktkultur.at)

 

Das Meisterwerk strotzt von Spritzigkeit, Tempo und präziser Personenführung

„[…] Ja, das Meisterwerk „Le nozze di Figaro“ von Wolfgang Amadeus Mozarts am Grazer Opernhaus in der Regie von Maximilian von Mayenburg strotzt von Anbeginn nur so vor Spritzigkeit, Tempo, präziser Personenführung […]. […] Sehr bühnenpräsent ist der drahtige Figaro des Peter Kellner mit seinem kernigen Bariton. Oksana Sekerina ist eine innige Gräfin, Tatiana Miyus eine saubere, quirlige Susanna. Mit einem feinem Mezzo singt Anna Brull den Cherubino. Sehr gut Lalit Worathepenitinan als Barbarina und Yuan Zhang als Marcellina. […] Ebenfalls sehr vital ist auch die musikalische Realisierung von Marco Comin, der das Orchester […] verlässlich und transparent spielen lässt.“

(Kurier)

 

Grazer Philharmonische Orchester spielte klangschön

„[…] Er (Peter Kellner) dominierte von Beginn an mit natürlich-lebhaftem Spiel, mit seiner in allen Lagen kraftvollen und wohltimbrierten Stimme und mit ausgezeichneter Artikulation die Szene. […] Für Oksana Sekerina war es ein Rollen- und Graz-Debut. Schon mit dem ersten Einsatz Porgi amor  ließ die Russin aufhorchen. Mit warm-vollem Sopran und ruhigem Atem verstand sie, vor allem im Mezzoforte und Piano wunderbare große Bögen zu spannen. […] Die Ukrainerin Tetjana Miyus sang ihre erste Susanna. Sie krönte ihre gute Leistung mit einer berührend und wunderschön gesungenen Rosenarie. Wie immer freute man sich an ihrer klaren und gut sitzenden Stimme. […] Die Spanierin Anna Brull war ein exzellenter Cherubino – da passte einfach alles zusammen: Spiel, schlanke Stimmführung und kluge Artikulation. Auch die kleineren Rollen waren wirklich gut und rollenadäquat besetzt. Die Routiniers Wilfried Zelinka als Bartolo, Manuel von Senden als Basilio und David McShane als Antonio sowie Yuan Zhang als Marcellina sind markant gezeichnete und stimmlich souveräne Figuren. Aus dem Opernstudio ergänzten die Thailänderin Lalit Worathepnitinan als Barbarina und der Pole Albert Memeti als Curzio das Ensemble mit vielversprechenden Leistungen. Der Chor (Einstudierung: Bernhard Schneider) und die beiden solistischen Bauermädchen boten das gewohnt solide Niveau. Das Grazer Philharmonische Orchester spielte klangschön unter der Leitung des Venezianers Marco Comin, der bis zur vorigen Saison Chefdirigent des Münchner Gärtnerplatztheaters war und den man in Graz durch seine Einstudierung von La Rondine kennt.“

(deropernfreund.de)

 

Eine derart musikalische Inszenierung muss man erst einmal suchen!

„Eine derart musikalische Inszenierung muss man erst einmal suchen! Wo man sie sonst noch findet, kann ich nicht zuverlässig sagen, denn es gibt weltweit hunderte Aufführungen der Mozart-Oper. […]  Schlau und regsam, mit klarem. hellem, beweglichem jungem Sopran, erfreute Tetiana Miyus als Susanna. Eine gereifte große Lyrische mit sehr schönem Sopran: Sonja  Šarić als würdige und kluge Gräfin. Figaros Eltern: Die Chinesin Yuan Zhang, aufgemascherlt im silberglitzernden Gewand als jugendliche eheliche Aspirantin auf ihren (erst spät wiedererkannten) Sohn: köstlich anzuschauen und mit hübschem Mezzo, vom japanischen „padre“ im Spiel bestens unterstützt. Ein wahres Miststück als lebenssprühender Cherubino mit „bella voce“ : Anna Brull. Der langjährige Ex-Dresdner „Charaktertenor“ der Grazer Oper, Manuel von Senden, war mit seiner angenehmen Stimme und deren prägnantem Einsatz die geforderte zwiespältige Figur als Don Basilio, dem sich mit aufhorchen lassendem jungem  lyrischem Tenor Albert Memeti als stotternder Don Curzio zugesellte. Den besoffenen Gärtner Antonio ließ David McShae lebendig werden und als wahre Charmebombe mit bezauberndem Sopran empfahl sich  sein Bühnentöchterchen (aus Thailand) Lalit Worathepnitinan für weitere lohnende Aufgaben am Haus. […] Was die Details des herzerfrischenden Bühnengeschehens im freundlichen Ambiente betrifft (in Stephan Prattens Szenerie) mit den originellen Kostümen (Gabriele Jaenecke), der trefflichen Beleuchtung (Michael Grundner), die alles Wesentliche hervorhebt und alles Unwesentliche im Dunkeln lässt, kann ich mich nur dem Rat des Premierenberichterstatters anschließen: Unbedingt anschauen! Keine noch so detaillierte Beschreibung kann das Original ersetzen…“

(onlinemerker.com)

Wissenswertes rund um die Produktion

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