Oper

Königskinder

Engelbert Humperdinck

Märchenoper in drei Aufzügen ~ Libretto von Elsa Porges-Bernstein

In deutscher Sprache mit Übertiteln

Empfohlen ab 13 Jahren.


Content

Tief im Wald hält die Hexe ihre Enkeltochter, die naive Gänsemagd, durch einen Bann von den Menschen fern. Als sich der Königssohn auf seiner Fahrt durch die Welt in die Gänsemagd verliebt und ihr seine Krone schenkt, enttäuscht sie ihn, weil sie ihm nicht folgen kann. Erst durch den Spielmann bekommt sie das nötige Selbstvertrauen, den Bann zu brechen und dem Königssohn nach Hellabrunn zu folgen. Den Städtern hat die Hexe prophezeit, ihr neuer König würde Schlag zwölf durchs Stadttor treten. Doch als dann ausgerechnet die Gänsemagd vor ihnen steht, übergießen die Bürger sie mit ihrem Spott und jagen sie gemeinsam mit dem Königssohn davon. Einzig der Spielmann und die Kinder verstehen, dass die Gänsemagd und der Königssohn die wahren Königskinder sind. Von Hunger und Kälte getrieben tauschen die beiden die Königskrone gegen ein Stück vergiftetes Brot und finden den gemeinsamen Tod im Schnee. Elsa Bernsteins tieftrauriges Kunstmärchen lässt Humperdinck, wiewohl in der Wagner-Nachfolge stehend, in der 1910 an der Metropolitan Opera New York uraufgeführten Opernversion zu seiner unverwechselbaren Eigenheit finden und den Zuhörer durch die naiv-leuchtende, nachtschwarz-intensive Musik bannen. 79 Jahre nach der letzten Produktion kehren die „Königskinder“ nach Graz zurück und markieren das Graz-Debüt von Frank Hilbrich, dessen Inszenierungen von Wagner bis Kálmán auf internationalen Bühnen gefeiert werden.

 

Besetzung

Musikalische Leitung
(Feb: 27, Mär: 8, 18)
/
Inszenierung
Dramaturgie
Singschul'

 

Der Königssohn
Die Gänsemagd
/
(Feb: 27, Mär: 8, 18)
Der Spielmann
(Feb: 27)
/
(Mär: 8, 18)
Die Hexe
(Feb: 27, Mär: 8, 18)
Der Holzhacker
Der Besenbinder
Sein Töchterchen
(Feb: 27)
/
(Mär: 8, 18)
Der Ratsälteste
Der Wirt
Die Wirtstochter
(Mär: 8, 18)
/
(Feb: 27)
Der Schneider
(Feb: 27, Mär: 8, 18)
Die Stallmagd
1. Torwächter
(Mär: 8)
/
(Feb: 27, Mär: 18)
2. Torwächter
(Mär: 8)
/
(Feb: 27, Mär: 18)
Eine Frau
(Feb: 27, Mär: 18)
/
(Mär: 8)
Pressestimmen

„… punktgenau abstrahierend und treffend […] die Regie von Frank Hilbrich. […] Naivität und das Streben, erwachsen zu werden, leiten die Gänsemagd (lyrisch ausgewogen und glaubhaft als Figur: Polina Pastirchak).  In ihrem Inneren ist sie rein und unverderbt, eben ein „Königskind“. Bis ein echter Königssohn (prägnant der gewandte Tenor Maximilian Schmitt) ihr Refugium betritt. (…) Geleitet vom im Hintergrund die Fäden ziehenden Spielmann (eindrucksvoll: Markus Butter), der nach dem letalen Finale die Botschaft Humperdincks verkündet: Humanismus, Toleranz, das Wertvolle am Menschen nicht aus den Augen zu verlieren, die Zivilisation niemals aufzugeben.“ (Die Presse)   

 

„[D]ie Grazer Philharmoniker unter Marius Burkert vermögen einen schillernden Klangzauber zu entfalten und das rauschend Wagnersche zu zelebrieren. Hier sind eine naive Gänsemagd (Polina Pastirchak mit klarem und kraftvollem Sopran) und ein Königssohn (Maximilian Schmitt mit heldischem, höhensicherem Tenor) die tragischen Helden. Die Gänsemagd wächst fernab der Welt bei einer Hexe (Christina Baader mit dunklem Mezzo) auf, die den Bürgern von Hellastadt voraussagt, dass am Königstag beim Glockenschlag Zwölf der ersehnte König durchs Tor schreiten wird. […]  Hervorzuheben sind neben dem Chor besonders der Kinderchor der Singschule und da die blutjunge Victoria Legat, die solistisch mit glasklarer Stimme brilliert.“ (Kurier) 

 

„… Hervorragend war die Wahl der Gäste, sowohl Maximilian Schmitt als Königssohn als auch Polina Pastirchak als Gänsemagd erfüllen ihre Partien vokal und darstellerisch (Hilbrichs Arbeit mit den Sängern ist durchwegs exzellent). Pastirchak hat einen klaren, doch warmen Sopran, der im Forte enorme Dichte und Farbe bekommt, und im Piano seine Schönheit nicht verliert. […] Maximilian Schmitt, ein lyrischer Tenor mit dramatischen Anlagen, dessen Rollendebüt ihn nicht nur dank sicherer, strahlender Höhen sofort in die erste Liga der Interpreten des Königssohns katapultierte. […]  Markus Butter […] der seinen Bariton nicht nur in den liedhaften Passagen klug einsetzt. Dank Christina Baaders Hexe, Wilfried Zelinkas Holzhacker, Martin Fourniers Besenbinder, Anna Brulls Wirtstochter und Mädchensopran Victoria Legat als Tochter des Besenbinders ergibt sich ein stimmiges, ja glanzvolles Ensemble, während Opernchor und Singschul eine weitere Stütze dieses weit mehr als soliden Abends sind. Sie alle kreieren ein Gesamtkunstwerk mit humanistischem Anstrich. (Kleine Zeitung)

 

„ […] Am Opernhaus Graz, das sich unter der Intendanz von Nora Schmid regelmäßig Raritäten des Repertoires zuwendet, hatte Humperdincks Märchenoper „Königskinder“ nun Premiere. Und die Inszenierung kann sich hören und sehen lassen. […]  Auch musikalisch vermag die Aufführung zu beeindrucken. Marius Burkert führt die Grazer Philharmoniker sicher durch die schwierige Partitur, fächert den an Wagners Musikdramen erinnernden Instrumentalsatz klug auf und hebt somit auch die solistisch geführten Stimmen der Hörner und Holzbläser hervor. […]  Schade auch, dass dieser geschmeidige Bariton (Markus Butter) im Finale allein auf der Bühne singen muss und der von Andrea Fournier blendend vorbereitete Kinderchor der Singschul‘ der Oper Graz (mit der exzellenten Victoria Legat als Solistin) hier ins Off verbannt wird. So gleiten die beiden verhungernden Königskinder einsam ins Grab. Sieglinde Feldhofer rettete die unmittelbar vorweihnachtliche zweite Aufführung, indem sie kurzfristig für die erkrankte Polina Pastirchak einsprang – was niemand bemerkt hätte, wäre es nicht vorher angesagt worden. Denn die österreichische Sopranistin singt die Gänsemagd mit beeindruckender Sicherheit und einer hellen, klaren Stimme, die perfekt zum Rollenprofil passt. Sehr geschmeidig führt auch Maximilian Schmitt als Königssohn seine sonore Tenorstimme […] . […]  Großer Applaus für alle.“ (FAZ)

 

„Die Premiere der Neuinszenierung am Samstag wurde gleichwohl zu einem rauschenden, wohlverdienten Erfolg. […] Die düstere Stimmung fängt Humperdinck indes nicht in einer „nihilistischen“ Klangsprache ein, sondern veredelt sie durch einen gütigen, edlen, warmen Glanz. Auf diesen zielt spürbar auch Marius Burkert am Pult des glorios aufspielenden, die herrlichen Farbwerte der Partitur wunderbar auskostenden Grazer Orchesters. […] Polina Pastirchak findet mit ihrem jugendfrisch aufstrahlenden Sopran raffinierte Zwischentöne zwischen naiver Mädchenhaftigkeit, reifender Leidenschaft und Echtheit der Gefühle. Maximilian Schmitt gibt mit leichtem, biegsamem Tenor und vorbildlicher Diktion den Königssohn als suchend Liebenden: so verzweifelt wie verloren. Markus Butter hat für den Spielmann den richtigen Erzählton. Christina Baader lässt hinter der Wut der Hexe auch die Verletztheit einer Enttäuschten spüren. Und Holzhacker (Wilfried Zelinka) und Besenbinder (Martin Foumier) sind mehr als nur Figuren (oder gar Karikaturen) aus dem Volk. […] Unverstellt kann man den Sinn der Geschichte erspüren und eine überwältigend reiche Musik neu entdecken.“ (Salzburger Nachrichten) 

 

„In Graz erfuhr das Werk unter Marius Burkert und in der Regie von Frank Hilbrich eine gelungene Wiederentdeckung. […]  Polina Pastirchak mit ihrem leuchtenden Sopran und Maximilian Schmitt mit kraftvollem und doch so sanftem Tenor überzeugen stimmlich wie darstellerisch. Dazu liefert Bariton Markus Butter als Spielmann, der hier eine Art Erzählerrolle einnimmt, eine beeindruckende Leistung […] Ein düsterer, aber außergewöhnlich faszinierender Abend!“ (Kronen Zeitung) 

 

“ […] Polina Pastirchak war eine lebendige, quirlige Gänsemagd mit leuchtendem Sopran und mitreißendem Spiel, Maximilian Schmitt gestaltete den Königssohn berührend und überzeugte mit biegsamer, starker Stimme, die im Laufe des Abend immer strahlender wurde. Die Hexe von Christina Baader war keine böse Alte, sondern eine gequälte Gestalt, die um ihre Macht fürchtet – oder einfach zu viel über die Welt da draußen weiß. Wilfried Zelinka (Holzhacker), Martin Fournier (Besenbinder) und Anna Brull (Wirtstochter) ergänzten das hervorragende Ensemble. […]“ (APA)

 

 

„Die in großer Besetzung auftretende Singschul‘ der Oper Graz (Leitung: Andrea Fournier) hat an diesem Abend einschließlich des kleinen Solosoprans Victoria Legat Außerordentliches geleistet und ihre mehrfache nationale und internationale Anerkennung als Kinderchor eindrucksvoll bestätigt. […] Im ersten Akt ist Christina Baader eine prägnante Hexe. Wilfried Zelinka als Holzhacker und Martin Fournier als Besenbinder sind stimmlich und darstellerisch markant gezeichnete Figuren. Anna Brull und Mareike Jankowski sind als dicke Wirtstochter und Stallmagd kaum zu erkennen und charakterisieren ihre Partien hervorragend. Thomas Essl ist ein aufgebläht-wichtiger Wirt, der zarte Albert Memeti ist ein überdimensionierter Schneider und David McShane verkörpert überzeugend den Ratsältesten. Allen gemeinsam ist eine außerordentlich textbezogene und stets verständliche Artikulation – insgesamt eine großartige Ensembleleistung ohne Schwachpunkt. […] Gekrönt wird die Ensembleleistung durch eine exzellente und in jeder Hinsicht rollenadäquate Besetzung der Hauptpartien. Polina Pastirchak kennt man in Graz als ausgezeichnete Bohème-Mimi […] Als Gänsemagd überzeugt sie mit klar-fokussiertem Sopran, der sowohl mit strahlenden Spitzentönen die Ensembles anzuführen versteht, aber auch über berührende Pianotöne verfügt. […] Maximilian Schmitt, für den dies nicht nur ein Graz-, sondern auch ein Rollendebut war. Hier lernte man einen absolut sicher geführten Tenor kennen, der hörbar und erfolgreich auf dem Weg vom Lied- und Oratoriensänger zum deutschen romantischen Opernfach ist. […] Der dritte im Bunde der Hauptfiguren ist das Grazer Ensemblemitglied Markus Butter, der mit seiner Gestaltung des Spielmanns restlos überzeugte. Er war nicht nur durch seine große Bühnenpräsenz und  dank exzellenter Textartikulation eine prägnante Bühnenfigur, sondern er sang mit seinem markig-prägnanten Bariton die großen liedhaften Phrasen sehr schön. […] es war eine Ehrenrettung für ein leider viel zu wenig aufgeführtes Werk und es war geradezu eine Sternstunde für die Oper Graz, wo sich alles (Inszenierung, Orchester, Chor und Solisten) zu einem selten zu erlebenden, geschlossenen Ganzen auf hohem Niveau zusammenfügte!“ (Opernfreund)  

Wissenswertes rund um die Produktion
Zur Inspiration

Vorstellungen

Do 27. Feb 2020
DETAILS
Vorstellung
19:30 bis ca. 22:40, Opernhaus Hauptbühne

Kostenlose Stückeinführung jeweils 30 Minuten vor Beginn im Galeriefoyer.

€ 4 bis € 62
BESETZUNG
So 8. Mär 2020
DETAILS
Vorstellung
15:00 bis ca. 18:10, Opernhaus Hauptbühne

Kostenlose Stückeinführung jeweils 30 Minuten vor Beginn im Galeriefoyer.

€ 4 bis € 62
BESETZUNG
Mi 18. Mär 2020
DETAILS
Zum letzten Mal
19:30 bis ca. 22:40, Opernhaus Hauptbühne

Kostenlose Stückeinführung jeweils 30 Minuten vor Beginn im Galeriefoyer.

€ 4 bis € 62
BESETZUNG