Oper

König Roger

Król Roger

Karol Szymanowski

Oper in drei Akten ~ Libretto von Jarosław Iwaszkiewicz und Karol Szymanowski

In polnischer Sprache mit deutschen Übertiteln


Content

Im mittelalterlichen Sizilien beherrscht der Normannenkönig Roger II. die Insel. Da taucht in seinem Reich ein ebenso charismatischer wie schöner Hirte auf, von dem es heißt, er würde einer neuen Gottheit huldigen, die Menschen zu exzessivem Rausch verführen und dadurch die christlichen Sitten in Gefahr bringen. Schon beginnt Roxane, die Gemahlin Rogers, der Faszination des Hirten zu erliegen, da widersetzt sich der König der Forderung des Klerus und des Volks, den Jüngling hinzurichten. Als der König die Macht des Glaubens, von der der Jüngling erfüllt ist, erkennt, legt Roger die Zeichen seiner Macht ab, um ihm, wie es seine Frau schon getan hat, zu folgen. Roger tritt eine Reise ins Ungewisse an, bis ihm der Jüngling in der Gestalt des Dionysos erscheint. Anders als Roxane beschreitet Roger nicht den Weg der Ekstase, denn er hat zu sich selbst gefunden. In der 1926 in Warschau uraufgeführten Oper des polnischen Komponisten Karol Szymanowski verschmelzen Byzantinismus, die Welt der Araber und die griechisch-römische Antike, und in seiner schillernden, flirrenden, klangberauschten Partitur erschafft Szymanowski ein Werk, das Oper, Oratorium und Mysterienspiel zugleich ist. Zu Regisseur Holger Müller-Brandes und Ausstatterin Katrin Lea Tag tritt Ballettdirektorin Beate Vollack hinzu, um mit dem Ballett der Oper Graz das Unausgesprochene, Rätselhafte, Vieldeutige körperlich fühlbar werden zu lassen, das unter dem Dirigat von Roland Kluttig klangsinnlich hörbar ist.

Besetzung

Pressestimmen

„(…) Der für Markus Butter eingesprungene Bariton Kay Stiefermannverkörpert den Roger glaubhaft, mit genügend Kraft im markanten, doch lyrischen Bariton und dickem Vibrato. Andrzej Lampert singt einen sendungsbewussten, intensiven Hirten, Manuel von Sendensarabischer Berater Edrisi ist ein distanzierter Beobachter von stimmlicher Prägnanz und Aurelia Florian gibt der Roxane jugendlich-dramatische Emphase. Chor und Singschul’ zeigen sich von der besten Seite. Roland Kluttig, der designierte Chefdirigent der Grazer Oper, ist Szymanowskis Musik gewachsen. Diese zwischen Expressionismus, Impressionismus, Moderne und Archaik schillernde Tonsprache kommt wie aus einem Guss daher. (…)  Mit „König Roger“ bespielt die Grazer Oper wieder einmal die Ränder des Repertoires, es ist ein Abend, der in Erinnerung ruft, dass die Intendantin Nora Schmid in der Programmierung der letzten vier Saisonen behutsam, aber konsequent neue Wege beschritten hat.“  (Kleine Zeitung)

 

„(…) Roland Kluttig (…) gelingt eine gute Tonmixtur aus Opulenz und Grausamkeit, diesmal nur sparsam träufelnder Blutsuppe und strenger Stilistik. Szymanowskis üppiges, eben auch spröde reduziertes Notengewölk leuchtet und gleißt, bleibt aber stets durchsichtig und strukturklar. Keine einfache Leistung. Auch Chor und Kindersingschul´, hier oratorisch strikt geführt, klingen famos. (…) Rogers Ratgeber, der mohammedanische Gelehrte Edrisi – tenoral wacher Geist: Manuel von Senden. (…) Als er da ist (der Hirte) – Andrzej Lampert singt diese hohe Grenzpartie so streng wie sinnlich –, kann sich keiner seiner Aura entziehen. Roger, der am stärksten von allen Verunsicherte und Verwirrte, verliebt sich in ihn, wirft sich in seine Arme – und steigt doch am Ende des zweiten Akts in die goldene, entrückte Gruft, die sich als Paneel bis zur Bühnenhöhe an der Rampe hebt. Und die Blut weint. Das ruinös antike Amphitheater, in dem eigentlich das orgiastische Finale angesiedelt ist, verweigert der strikt konzeptuelle Regisseur Helmut Müller-Brandes, der vor 22 Jahren den ersten Grazer Ring Award gewann. (…) Bis zur letzten Note hat der geschmeidig lyrische, doch respektabel durchschlagskräftige Kay Stiefermann ebenso begeistert wie der dunkel und exotisch gefärbte Sopran von Aurelia Florian. Einmal kein klassisches Liebespaar. Aber berührend in ihrer emotional verzagten, trotzdem sich aneinanderklammernden Verlorenheit. Und erstarrt vor etwas, das größer ist als sie selbst: die Sonne“ (Opera!)

 

„(…) Es ist Musik, die einen in fremde Welten und mystische Sphären trägt, die einen förmlich mitreißt. Roland Kluttig ist ein souveräner Verwalter dieses musikalischen Farbenreichtums. Er hat mit den Grazer Philharmonikern und dem Ensemble akribisch gearbeitet, ist ein sicherer und unmissverständlicher Führer durch diesen komplexen Kosmos. (…) Spannend ist natürlich das Zusammenspiel von Roger und dem Hirten. Bariton Kay Stiefermann, der die ersten zwei Vorstellungen für Markus Butter übernimmt, gibt den zweifelnden Herrscher am Scheideweg überzeugend. Sein strahlender Gegenpart ist Andrzej Lampert als göttlicher Hirte, der mit seinem lyrischen Tenor die Herzen (auch des Publikums) gewinnt. Als Roxane verströmt Aurelia Florian sphärische Klänge. Manuel von Senden ist als Edrisi gewohnt souverän, so wie Wilfried Zelinka als Erzbischof und Marijana Grabovac als Diakonissin. Das Gesamtbild dieses gelungenen Opernabends wird durch das die Ekstase verkörpernde Ballett (einstudiert von Beate Vollack) und den hervorragenden Chor (Bernhard Schneider) vervollständigt. Mit diesem intensiven „König Roger“ bietet die Grazer Oper die Gelegenheit, ein unbekanntes Werk zu entdecken, die man sich nicht entgehen lassen sollte.“ (Kronen Zeitung)

 

„Roland Kluttig, ab 2020/21 Nachfolger von Oksana Lyniv als Grazer Chefdirigent, sucht das Potential der Musik im Spiel mit Dynamik, Agogik und Farben voll auszuloten. Beeindruckend gleich der Beginn vom Pianissimo-Hauch in grandiosem Crescendo-Aufriss zum gleißenden Fortissimo. Und in der Analyse der Klänge wirkt seine Interpretation, als würde man ein Klimt-Gemälde mit der Lupe betrachten. Auch die Sängerbesetzung ist ausgezeichnet, vor allem des Hirten: Andrzej Lamperts Stimme verkörpert die erotische Verführung vorzüglich. Die höhengewaltige Aurelia Florian als Roxane und das nach seinem Herodes hier erneut überzeugende Grazer Urgestein Manuel von Senden als des Königs Berater Endrisi sowie der Chor halten das Niveau. Der lettische Bariton Valdis Jansons als Einspringer gab am besuchten Abend einen vokal vollmundigen König Roger; ob und wieweit er das Regiekonzept darstellerisch mittragen konnte, vermögen wir nicht zu sagen – an seiner Bühnenpräsenz war kaum etwas auszusetzen.“ (Opernwelt)

 

„Roland Kluttig glänzt als Dirigent mit Karol Szymanowskis Oper „Król Roger“ am Grazer Opernhaus. (…) Die Vorzüge des Stücks macht vor allem Roland Kluttig hörbar, der die kühn zwischen zart-impressionistischen Passagen und hochexpressiven Ausbrüchen changierende Musik in all ihrer Farbenpracht zum Glühen bringt. Das Grazer Philharmonische Orchester, dessen Chefdirigent Kluttig ab der Spielzeit 2020/21 sein wird, spielt wunderbar homogen, oft geradezu zärtlich, manchmal aber auch mit gebührender Lautstärke, die jedoch sofort abgedämpft wird, um die Sänger gleichsam auf Schäfchenwolken zu tragen (…). Am meisten profitiert von diesem sängerfreundlichen Zugang sicher der talentierte junge Tenor Andrzej Lampert, der einen betörend-geschmeidigen Hirten singt. (…) Den Höhepunkt dieser abstrakt-geometrischen Inszenierung bildet ein spektakuläres Bild, bei dem mittels der Bühnenhydraulik eine Art riesige, goldene Stele hochgehievt wird, in deren Mitte König Roger steht.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

 

„Spektakulär hebt sich am Ende des zweiten Akts das zentrale, goldene Bühnensegment in die Senkrechte. König Roger steht dort in einer goldenen Nische, als wäre er ein Heiliger in der Ikonostase. Die Musik rüttelt ihn ebenso durch wie das Publikum. Und dann verkündet er seinem Berater ganz schlicht, er werde jetzt ein Pilger, um das geheimnisvolle Phänomen des Liebespredigers zu ergründen. Pause. Spektakulär kann an diesem Abend aber auch eine Kleinigkeit sein. Bei der Begegnung des Königs mit dem Hirten hält Roger krampfhaft das riesige Holzkreuz vor sich, das bis dahin die Bühne beherrscht hat. Der Hirte streift scheinbar achtlos, aber sinnlich mit dem Arm am Schaft des Kreuzes entlang, wenn er auf den König zuläuft. Aber plötzlich ist er es, der das Objekt beherrscht und den König in die Enge treibt.
Genau so ist auch die Musik von Karol Szymanowski. In der Grazer Oper überwältigt sie das erstaunte Publikum mit enormen, prachtvollen Klangwellen, um es dann wieder durch leises Aufblühen zart-bunter Klanggespinste zu bezaubern. (…) die Dichte der musikalischen Ereignisse ist ähnlich wie bei Schönberg. Und doch spricht diese Oper den Zuhörer unmittelbar an, wie jetzt auch in Graz. (…)
Roland Kluttig, der designierte Grazer Musikchef, und sein Orchester spannen mit ruhiger Hand einen großen Bogen über den Abend.(…)
Die aggressiven Gesänge des Erzbischofs (Wilfried Zelinka mit machtvollem Bass) und seiner Gemeinde entspringen der Angst vor dem Unbekannten, vor dem Fremden. Die Sinnlichkeit der Vokalisen der Königin zeigt an, dass sie den ersten Schritt der Befreiung schon getan hat: Aurelia Florian lässt die Melodik der Roxane zauberisch aufblühen und macht die Zuschauer noch neugieriger auf das Geheimnis, von dem sie magisch angezogen wird. Rogers Berater Edrisi dient ihm als eine Art Führer auf dem Weg ins Unbekannte und Manuel von Senden gestaltet diese dankbare Tenorrolle mit viel Umsicht. Kay Stiefermann verleiht dem König Roger alle Dimensionen existentieller Verunsicherung, aber auch kraftvoller Entscheidungen. Stiefermann geht nie unter in den Klangfluten und muss doch nie forcieren, seine Stimme bleibt edel und weckt das Mitempfinden der Zuschauer. Dass er die ganze Dauer der Oper hindurch auf der Bühne ist, macht seine Leistung noch beeindruckender. Mit dem polnischen Tenor Andrzej Lampert begegnet ihm ein ebenbürtiger Gegner. Lamperts strahlende Stimme und seine souveräne Bühnenpräsenz faszinieren nicht nur Roger. (…)
Nach der Pause ist aus der glatten Goldbühne Erde geworden – Katrin Lea Tag hat ein der lakonischen Handlung entsprechendes, eindrucksvolles Bühnenbild erfunden, das von Sebastian Alphons sehr prägend beleuchtet wird. Die von ihr mit Lejla Ganic entworfenen Kostüme sind dezent zeitgenössisch und gewähren nur Edrisi eine ornamentale Pracht. Die Tänzer, die im Gefolge des Hirten über die Bühne gewirbelt waren, liegen ebenso ermattet da wie Roger und Roxane – offenbar hat da gerade eine Orgie stattgefunden. Die Königin ist dem schönen Hirten endgültig verfallen und folgt ihm, der sich nun als der Gott Dionysos zu erkennen gibt. Roger aber gibt sich einen Ruck und entscheidet, das Dionysische, das er gerade erfahren hat, mit dem Apollinischen zu verbinden. Er hat sein Leben geändert.“ (Klassikinfo.de)

 

„Wirkungsvolle archaische Bilder und in Klänge gegossene Gefühlsaufwallungen prägten die polnische Oper „König Roger“ von Karol Szymanowski, die am Donnerstag in Graz Premiere gehabt hat. (…)
Szymanowski schuf dazu eine rauschhafte, in allen Schattierungen schimmernde Musik, die diese Seelenzustände abbildet. Sie erinnert an Korngolds „Wunder der Heliane“ ebenso wie an Debussys „Pelleas et Melisande“, auch geistliche Choräle spielen hinein. Das alles ergibt eine effektvolle Mischung, die von Dirigent Roland Kluttig – ab Herbst 2020 Musikchef der Grazer Oper – wirkungsvoll umgesetzt wird. Dabei bleibt alles präzise und hörbar, der Klangrausch wird mit sicherer Hand gezähmt. Mit der dunkel-glühenden Musik korrespondierte die sehr schlichte Inszenierung von Holger Müller-Brandes, wobei die schwarz-goldenen Bilder der ersten beiden Akte eine fast archaische Bildgewalt hatten (Bühne und Kostüme: Katrin Lea Tag, Lejla Ganic). Schwarze Wände, goldener Boden und durchwegs schwarz gekleidete Gestalten ergaben ikonenhafte Momente. Der dritte Akt zeigte einen erdigen Untergrund, auf dem sich nun bunte Gestalten ekstatisch bewegten. Das Ende, bei dem sich der König aus dem Grab seiner früheren Zwänge erhebt, ist wirkungsvoll klar und schlicht. (…)
Kay Stiefermann stellte einen zerrissenen König dar, der es mit sicherem Bariton durch die Partie schaffte und auch als Persönlichkeit überzeugte. Die Figur des Hirten, die irgendwo zwischen Heilsprediger und Gott angesiedelt ist, wurde von Andrzej Lampert mit heller, leichter Stimme gesungen. (…) Eine eindrucksvolle Figur stellte Manuel von Senden (Edrisi) auf die Bühne, der als geheimnisvoller Berater außerhalb der Seelenqualen des Königs blieb. Seine Frau (Roxane) versah Aurelia Florian mit sehnsüchtigen Zügen und ekstatischem Gesang. Ausgezeichnet der Chor unter der Leitung von Bernhard Schneider, das Ballett durfte am Ende noch bodennahe Zuckungen (Beate Vollack) beisteuern. Ein durchwegs stimmiger Opernabend, der ein zu Unrecht selten gespieltes Werk ins Licht rückt, ohne es mit Bedeutung zu überfrachten.“ (APA)

 

„(…) In jedem Fall bieten das schräge, in Gold gehaltene Bühnenbild und die reduzierten Kostüme von Katrin Lea Tag sowie das Lichtdesign von Sebastian Alphons starke Bilder, die ebenso mystisch und rauschhaft sind, wie Szymanowskis Musik, die beim designierten Chefdirigenten Roland Kluttig in besten Händen lag. Kluttig erwies sich – nach der grandiosen Leitung von „Ariane et Barbe-Bleue“ in der letzten Saison – erneut als Spezialist für die feinen Zwischentöne und die Vielschichtigkeit von Partituren des frühen 20. Jahrhunderts. So brachte er einerseits die bunt schillernden und andererseits die abgründig harschen Facetten in diesem Psychospiel zum Klingen und machte dadurch deutlich, dass jede Note Ausdruck eines inneren Vorgangs dieses sinnsuchenden Königs ist. Das Orchester setzte diese Lesart hochkonzentriert und präzise um und brachte Szymanowskis Klangwelten, die byzantinische, orthodoxe und orientalische Einflüsse vereinen, zum Funkeln. Ebenso vorzüglich agierte der Chor, der streng genommen die fünfte Hauptrolle an diesem Abend spielte und durch Marijana Grabovacs Diakonissin und Wilfried Zelinkas Erzbischof ergänzt wurde. Wie etwa aus dem Off im ersten Akt die beinahe oratorienhaften Passagen überirdisch ertönten und den ganzen Abend über die Chorpassagen klangschön an- und abschwollen, das war ganz großes Kino.
Den mit sich selbst kämpfenden Roger gestaltete Kay Stiefermann (er sprang für Markus Butter, der sich einer Knieoperation unterziehen musste, ein) eindringlich und intensiv sowohl in darstellerischer als auch in gesanglicher Hinsicht. Sein Bariton strömte durch die Partie, die Stimme verfügt über einen metallischen Kern und brachte so genug Kraft für dramatische Ausbrüche mit, konnte aber auch mit Zartheit in sanften Phrasen aufwarten. Als Gegenpol zu Roger fungierte der Hirt von Andrzej Lampert, der mit hellem, lyrischen Tenor für die sphärischen Klänge zuständig war. Als einziger Polnisch-Muttersprachler der Besetzung hatte er natürlich einen Startvorteil und konnte sich dadurch voll und ganz auf die Gestaltung des charismatischen Predigers konzentrieren.(…) verdient hätten Werk und Umsetzung großes Publikumsinteresse! (bachtrack)

 

„Werke, die den Rahmen sprengen, doch immer wieder aufs Programm zu setzen und dabei auch eine längere Laufzeit vorzusehen, das zeichnet ein Opernunternehmen ebenso aus wie das vielzitierte, mit entsprechendem Wissen gepaarte gute Gespür bei der Besetzung von Stücken aus dem Repertoire. Mit der Produktion von „König Roger“ von Karol Szymanowski (1882-1937) hat sich die Oper Graz nun in den Vordergrund gespielt. (…)
Und Roland Kluttig braucht die auf besonders viel Farbe getrimmten Grazer Philharmoniker nicht zu dämpfen; wer einen Strawinsky so kolossal drauf hat, wie man es vor einiger Zeit erfahren konnte, der bekommt auch Szymanowski, diesen Einzelgänger unter den Spätromantikern, in den Griff, der klingen darf, weil vor allem mit der Sopranistin Aurelia Florian (Roxane) und dem Tenor Andrzej Lampert (Hirte) Sänger auf der Bühne stehen, deren Stimmen entsprechende Kraft haben. Und auch der Bariton Kay Stiefermann, der nicht von Vornherein für die Titelrolle vorgesehen war, hat sich nicht nur mit dem Polnischen gut angefreundet, er wird den Anforderungen der Partie gerecht und bringt die Zerrissenheit der Figur zum Ausdruck. (…) Von den Chören, die sich aus dem statischen Konservatismus lösen, bis hin zu den kleinen religiösen Gesten und der extremen Bühnenschräge fügt sich alles bestens zusammen. „König Roger“ bleibt eine gute Wahl. (Vorarlberger Nachrichten)

 

„(…) Der Intendantin Nora Schmid der Grazer Oper ist es hoch anzurechnen, dass sie auch diese Saison ein Musikdrama aus den Rändern des Repertoires aufführt. Von beachtlicher Qualität erweist sich das Ensemble, das in polnischer Originalsprache singt: Kay Stiefermann in der Titelrolle singt zwar kraftvoll und intensiv aber etwas vibratoreich. Manuel von Senden als dessen Berater Edrisi ist von hoher stimmlicher Prägnanz. Aurelia Florian als Roxane erfreut mit betörender Tonreinheit und jugendlicher Emphase. Andrzej Lambert ist ein helltimbrierter, höhensicherer Hirte (Dionysos). Chor und Kinderchor des Hauses singen exzellent. Die Grazer Philharmoniker unter ihrem designierten Chefdirigenten Roland Kluttig wissen die schillernde Klangsprache wunderbar, transparent (…) umzusetzen. (…)“ (Kurier)

 

„The conducting of Roland Kluttig and orchestral playing of the Grazer Philharmoniker was consistently  impressive. Kluttig followed broader tempi than Pappano in Covent Garden in 2017 and far greater lyricism than Kazushi Ono in Paris in 2009. The next Chief Conductor of Oper Graz was especially sensitive to the singers and in contrast to Jacek Kaspsyk’s recent performances, the huge orchestral forces seldom overwhelmed the vocalists. Rallentandi and rubati were without exception finely nuanced. Szymanowski’s yearning, variegated chromatic score reflects “Tristan und Isolde,” “Salome,” and “Elektra” in its multi-layered sonority and often overwhelms with an almost unrelenting tsunami of sound.“ (Operawire) 

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