Oper

Il Trovatore

Giuseppe Verdi

Dramma lirico in vier Teilen ~ Libretto von Salvadore Cammarano und Leone Emanuele Bardare nach dem Drama „El Trovador“ (1836) von Antonio García Gutiérrez

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln


Content

Giuseppe Verdi komponierte ein Meisterwerk, das mit allen Zutaten einer großen italienischen Oper versehen ist: blutige Rachegelüste, sehnsüchtige Leidenschaft und eine grauenvolle Wahrheit, die im Todesmoment enthüllt wird. Aufgepeitschte Rhythmen verzaubern, verschrecken und tauchen die geheimnisvolle Szenerie in ein feuerrotes, grelles Licht. Das Gift der Rache und der Eifersucht durchdringt dabei Verdis Partitur, kriecht in die finsterste Ecke des Kerkers, lähmt die Figuren bis zu dem Moment, an welchem die Vergangenheit sie einholt: unvorhersehbar, unvermeidlich, tödlich!
Das „Trovatore“-Team um Regisseur und Bühnenbildner Ben Baur, der an der Oper Graz bereits „Roméo et Juliette“ erfolgreich in Szene setzte, lässt diese düstere, poetisch aufgeladene Welt um zwei Brüder, die dieselbe Frau lieben und auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden sind, wieder aufleben.
Unter der musikalischen Leitung von Andrea Sanguineti sind in den Hauptpartien Lana Kos als Leonora, Nora Sourouzian als Zigeunerin Azucena, Stefano Secco als Troubadour Manrico und Rodion Pogossov als Graf Luna zu erleben.

 

 

Nachgespräch Sa 18. Nov 2017

Besetzung

Musikalische Leitung
(11. 4., 3. 6.)
/
(1. 12., 15. 3., 19. 4., 24. 5.)
Inszenierung
Choreographie
Bühnenbild
Kostüme
Dramaturgie
Chor und Extrachor

 

Leonora
(1. 12., 15. 3., 11. 4., 19. 4., 24. 5., 3. 6.)
Conte di Luna
Ferrando | Ein Zigeuner
Ruiz | Ein Bote
Pressestimmen

„[…] Die kanadische Mezzosopranistin Nora Sourouzian […] bestach aber von Beginn an mit einem von Wärme durchfluteten Timbre, bruchlosen Registerwechseln, aufregend dunkler Tiefe und strahlenden Höhen. Schon im Duett mit Manrico steigerte sie sich dann auch zu packender Intensität, sowohl in der stimmlichen, als auch in der darstellerischen Gestaltung. Ob mit zarten Piani in Momenten der Verzweiflung oder gleißender Attacke – Sourouzian zog bedingungslos in ihren Bann und schuf eine dreidimensionale Bühnenfigur, mit der man nicht anders konnte, als mitzufiebern.“

Bachtrack.com

 

„[…] Herausragend war die Leistung von Nora Sourouzian als Azucena, die mit gut geführter Stimme dämonische Ausbrüche ebenso wie sanfte Erinnerungen an die Heimat wirkungsvoll meisterte. Luna wurde von Rodion Pogossov kraftvoll gesungen und gespielt. […]“

APA

 

„[…] Seine [Stefano Seccos] stimmlichen Stärken spielte er primär in den lyrischen Passagen aus. Er steigerte sich im Laufe des Abends speziell im letzten Bild zu einer gültigen Leistung. […] Der junge Russe Rodion Pogossov als Luna – auch er ein Rollendebütant – fiel durch einen robust-markanten Bariton mit sicheren Höhen auf. […] Die Inszenierung machte die Partie des Ferrando zum zentralen Drahtzieher der Handlung und damit zur fünften Hauptfigur. Der Grazer Routinier und Publikumsliebling Wilfried Zelinka bewältigte diese Aufgabe (auch die kleine Partie des Alten Zigeuners wurde in die Rolle einbezogen) stimmlich und darstellerisch souverän. Die (stimmlich durchaus exponierte) Erzählung zu Beginn wurde plastisch gestaltet – und als schleimig-hinterhältiger Fädenzieher war er mit großem Körpereinsatz gleichsam omnipräsent. Sonja Šarić als Inez und Martin Fournier als Ruiz bzw. Bote ergänzten das Ensemble kompetent. Chor und Extrachor (Leitung: Bernhard Schneider) sangen sicher und präzise – und agierten mit gewohntem Engagement.“  

Opernfreund.de

 

„[…] Die vier Hausdebütanten schlugen sich bei der Premiere wacker bis sehr gut: Der italienische Tenor Stefano Secco steigerte sich als verlorener Bruder und Troubadour Manrico im Laufe des Abends zu heldischem Glanz […]. Der russische Bariton Rodion Pogossov meisterte die Rolle des Grafen Luna mit Prägnanz und schöner Höhe. Die eher zierliche Ungarin Lana Kos trumpfte als Leonora mit voluminösem Sopran auf und fand nach einem längeren Anlauf auch technisch in die Spur.“

Kleine Zeitung

 

„[…] Der treibende Motor ist freilich Verdis Musik, die der Dirigent Andrea Sanduineti mit Schwung realisiert. Er schärft die Tempokontraste, drückt auf die Tube, um dann wieder die Melodien behutsam aufblühen zu lassen. Die Grazer Philharmoniker liefern einen gut modellierten Klang ab. […] Lana Kos fängt als Leonora eher brav an, steigert sich zu einer sehr anmutigen Interpretation und bietet mit ihrem vollen, warmen Sopran in „D`amor sull`ali rosee“ berückende Lyrismen. Rodion  Pogossov ist ein imposanter, viriler Luna, der den gefühlvollen, poetischen Facetten dieses recht schillernden Charakters aber weniger gerecht wird. […] Er [Wilfried Zelinka] singt einen Ferrando mit guter vokaler Linie und spielt für drei. Sehr gut: die Chöre.“ 

Kronen Zeitung

 

 

„[…] Die kanadische Mezzosopranistin lieferte mit ungemein ausdrucksstarker und voller Stimme ein packendes und überzeugendes Rollenportrait der Azucena und wurde mit Recht am meisten akklamiert. […] Die drei anderen des Solistenquartetts waren: Die junge Kroatin Lana Kos als Leonora, anfangs noch unausgeglichen in Phrasierung und Legato und etwas schrill in den Höhen, mit fortlaufendem Abend aber festigte sich ihr gar nicht so kleiner Sopran und trug zum Erfolg der Schlussszenen bei. […] Wilfried Zelinka spielte köstlich ein Faktotum des Revueunternehmens, die Ines war in guten Händen der Sonja Saric, Martin Fournier war verlässlich als Ruiz und Bote. Bernhard Schneider studierte Chor-und Extrachor ein, man muss nicht extra schreiben wie gut beide klingen, noch dazu bei der Bewältigung der anspruchsvollen Bewegungsaufgaben.“

Online Merker

 

„[…] Außerordentliche Tempo-Flexibilität hält der Dirigent Andrea Sanguineti bereit, er hält den Klang des Grazer Philharmonischen Orchesters weich und sängerfreundlich und nimmt auch den „Reißer“ dieser Partitur das Knallige. Ein sehr internationales Grüppchen an Gästen ist da am Werk. Lana Kos (eine gebürtige Kroatin) kehrt als Leonora vor allem die lyrischen Seiten der Partie hervor. Nora Sourouzian ist eine Azucena von außerordentlicher Charakterstärke […].“

Drehpunkt Kultur

 

„[…] Musikalisch bleiben nur wenige Wünsche offen. […] Graz konnte ein attraktives Solistenquartett aufbieten, das sich schon an großen Häusern Meriten erworben hat. […] Ein standfester, höhensicherer Tenor (Stefano Secco), der sich das hohe C am Ende der Stretta leisten konnte, aber mehr noch in den lyrischen Passagen überzeugte, vor allem in dem verhaltenen Duett „Ai nostri monti“ mit Azucena, einem der musikalisch schönsten Momente des Abends. […] Lana Kos, in Rollen wie Violetta und Julietta bereits arriviert, wagte mit der Leonora eine Facherweiterung zum lirico-spinto-Sopran, die vielversprechend gelang. Die dem Charakter nach lyrische Stimme ist vor allem in der Höhe expansionsfähig; in der schwierigen Arie des vierten Aktes zeigte sie Gespür für Verdis Stil.“ 

Opernwelt 

 

„[…] Orchester akkurat präzise. Der junge Dirigent betont die prägnante, aufgeheizte Rhythmik, differenziert gekonnt und setzt die Höhepunkte überzeugend. […] Bernhard Schneider hat Chor und Extrachor der Grazer Oper gut vorbereitet. In den kleinen Rollen gefallen Sonja Saric (Inez) und Martin Fournier (Ruiz, ein Bote). Hausbassist Wilfrid Zelinka, auch darstellerisch hervorragend, singt einen sehr präsenten Ferrando. Dem Grafen Luna leiht der aus Russland stammende Rodion Pogossov seinen gut geführten, höhensicheren wie schön timbrierten Kavaliersbartion.“

Opernglas

Wissenswertes rund um die Produktion

Vorstellungen

Fr 1. Dez 2017
DETAILS
Vorstellung
19:30 bis ca. 22:15, Opernhaus Hauptbühne

Kostenlose Stückeinführung jeweils 30 Minuten vor Beginn im Galeriefoyer.

€ 3,50 bis € 58
BESETZUNG
Do 15. Mär 2018
DETAILS
Vorstellung
19:30 bis ca. 22:15, Opernhaus Hauptbühne

Kostenlose Stückeinführung jeweils 30 Minuten vor Beginn im Galeriefoyer.

€ 3,50 bis € 58
BESETZUNG
Mi 11. Apr 2018
DETAILS
Vorstellung
19:30 bis ca. 22:15, Opernhaus Hauptbühne

Kostenlose Stückeinführung jeweils 30 Minuten vor Beginn im Galeriefoyer.

€ 3,50 bis € 58
BESETZUNG
Do 19. Apr 2018
DETAILS
Vorstellung
19:30 bis ca. 22:15, Opernhaus Hauptbühne

Kostenlose Stückeinführung jeweils 30 Minuten vor Beginn im Galeriefoyer.

€ 3,50 bis € 58
BESETZUNG
Do 24. Mai 2018
DETAILS
Vorstellung
19:30 bis ca. 22:15, Opernhaus Hauptbühne

Kostenlose Stückeinführung jeweils 30 Minuten vor Beginn im Galeriefoyer.

€ 3,50 bis € 58
BESETZUNG
So 3. Jun 2018
DETAILS
Zum letzten Mal
19:30 bis ca. 22:15, Opernhaus Hauptbühne

Kostenlose Stückeinführung jeweils 30 Minuten vor Beginn im Galeriefoyer.

€ 3,50 bis € 58
BESETZUNG