Oper

Eugen Onegin

Peter I. Tschaikowski

Lyrische Szenen in drei Akten und sieben Bildern ~ Libretto vom Komponisten und Konstantin S. Schilowski nach dem gleichnamigen Roman von Alexander S. Puschkin
In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln


Content

„Ich halte Ausschau nach einem intimen, aber kraftvollen Drama. Dabei verschmähe ich nicht das phantastische Element; denn es kennt keine Hindernisse, weil das Reich der Phantasie keine Grenzen kennt.“ In Puschkins Versroman von 1833 wurde Tschaikowski fündig: Vier junge Menschen begegnen sich und werden einander zum Schicksal. Tatjana lebt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Olga auf dem Landsitz der Familie. Nur ihre Bücher geben der jungen Frau die Möglichkeit, der Tristesse des eintönigen Landlebens zu entfliehen. Als Lenski seinen Freund Eugen Onegin seiner Verlobten Olga und Tatjana vorstellt, projiziert Tatjana ihre Sehnsüchte auf den fremden Mann. Sie nimmt ihren ganzen Mut zusammen, ihm einen Brief zu schreiben … Kurz nach dieser Begegnung eskalieren die Erwartungen und Wünsche der vier jungen Menschen, und die extremsten Seelenzustände brechen nun ungebremst hervor, formen ein Kaleidoskop voller Melancholie, Fragilität und Poesie, das in unvergleichbarer Musik ihren Widerhall findet und im Tod eines Freundes endet. Kann die Ungleichzeitigkeit der Liebe Tatjanas und Onegins doch noch überwunden werden? Mit „Eugen Onegin“ stellt sich die neue Chefdirigentin Oksana Lyniv dem Opernpublikum vor. In Szene gesetzt wird die tragische Liebesgeschichte von der international gefragten Regisseurin Jetske Mijnssen, die zuletzt große Erfolge u. a. in Hamburg und Zürich feierte.

 

 

Besetzung

Pressestimmen

Großes Plus für die Klangkultur

„[…] Oksana Sekerina weiß in Tatjanas Brief-Szene zu rühren, hat einen kraftvoll-frischen, gerundeten Sopran von angenehm dunkler Farbe. Pavel Petrov singt den Lenski nicht als melancholischen Salonlöwen, sondern bietet ein feines, lyrisches Menschenporträt mit schönen Details […]. […] Elisabeth Hornung, Christina Baader und Yuan Zhang überzeugen als Trias der tiefen Frauenstimmen, Alexey Birkus singt einen wahrhaftig edlen Germin, während Manuel von Senden in der Einlage des Triquet ein bizarres Zauberkunststück mit zersägter Jungfrau aufzuführen hat. […] Die Dirigentin sorgt für die Farben im romantischen Kammerspiel und versucht, die ganze Bandbreite von Tschaikowskys Musik einzufangen. […] Das größte Plus ist die Klangkultur, welche die Grazer Philharmoniker unter Lynivs Dirigat sowohl für das Sensible wie das Hitzige aufbieten.“

(Kronen Zeitung)

 

 Oksana Lyniv fächert alle Facetten der Musik mit großer Leidenschaft auf

„[…] Einspringer Dariusz Perczak und Tatjana Oksana Sekerina überzeugten in ihrer leidenschaftlichen Darstellung, Sekerina auch mit einer fulminanten Briefszene. Die neue Musikchefin Oksana Lyniv fächerte alle Facetten der Musik von Peter I. Tschaikowsky mit großer Leidenschaft auf – die Regie von Jetske Mijnssen siedelte die Handlung in einem zeitlosen Rahmen an, sehr schön die Kostüme von Dieuweke van Reij – am Ende anhaltender Jubel“

(Österreich)

 

 Aufwühlende, lyrische und resignierende Orchesterklänge

„[…] Die Russin Oksana Sekerina gibt die verträumte Tatjana mit inniger Leidenschaft und reifem Sopran. Speziell zu Herzen geht ihre Melancholie in der Briefszene […]. […] Yuan Zhang gibt keck den Flattervogel Olga. Überzeugend auch der Rest des Ensembles um Manuel von Senden, der als Triquet im Clownskostüm […] Tatjana zur zersägten Jungfrau macht. Bei Ihrer ersten Premiere als neue Chefdirigentin gab Oksana Lyniv ihrer `Traumoper von Kindheit an´ mit Feinarbeit an der vielgestaltigen, vielfarbigen Partitur-Kontur. Sie zeigte, wie Tschaikowski mit aufwühlenden, lyrischen, resignierenden Orchesterklängen das Hoffen, Lieben, Taumeln der vier Hauptprotagonisten spiegelt.“

(Kleine Zeitung)

 

 Briefszene als emotionaler und musikalischer Höhepunkt

„[…] Tatjanas Briefszene (hier mit weißem Tuch statt Brief) wurde zum emotionalen und musikalischen Höhepunkt des Abends, was vor allem an Oksana Sekerina lag, die die unglücklich Liebende berührend spielte und mit sicher geführtem Sopran, der über sehr schöne Pianotöne verfügt, sang. Pavel Petrov konnte als Lenski mit seiner Arie vor dem Duell punkten, die er schlicht und klar darbot. […] Als äußerst lebens- und liebeslustige Olga hatte Yuan Zhang einen Hang zum Personal, und der Fürst (Alexey Birkus) wirkte bei seiner Arie, in der er in einfachen Worten seine Liebe zu Tatjana schildert, gar nicht mehr kränklich, sondern nobel und würdevoll. Manuel von Senden verlieh seinem Auftritt als Triquet trotz schwarz-weißem Ganzkörperanzug so etwas wie französisches Flair.“

(APA)

 

 Jubel für beide Oksanas 

„[…] Denn mit Oksana Lyniv ist der Intendantin tatsächlich ein musikalischer Glücksgriff gelungen, deren mit Spannung erwarteter Einstieg in das Opernrepertoire der Oper Graz mit dieser Premiere erfolgte und zu einem erwarteten Triumph als neue Chefdirigentin wurde. Ihre Liebe zu dieser Musik wurde vom Grazer Philharmonischem Orchester hörbar erwidert. […] In der Titelrolle bekam das junge Ensemblemitglied der Oper Graz, Dariusz Perczak aus Polen die Chance, für den erkrankten Markus Butter einzuspringen und der Hilde-Zadek-Wettbewerbszweite dieses Jahres konnte diese Chance auch gut mit seinem männlich aufgerauten Bariton nützen. Mit Oksana Sekerina […] ein lyrisch-dramatischer Sopran, der einem sofort in seinen Bann zog mit all seinen Ausbrüchen an Leidenschaft, Enttäuschungen und seiner Verteidigung der Würde seiner Trägerin. […] Dieuweke van Reij schaffte stimmige aber einfache Kostüme, Marc van Denesse fiel mit guten Licht- und vor allem Schattenstimmungen auf. Bernhard Schneider studierte den Chor ein, von dem man weiß, dass er mehr kann, als sich nur so wenig bewegen zu müssen. Herzlicher Schlussapplaus, Jubel für die beiden Oksanas.“

(Der-neue-merker.eu)

 

 Eine klare Stimme mit großer Durchschlagskraft

„[…] Mit präziser, energetischer Zeichengebung führt sie (Oksana Lyniv) das klanglich gut abgestimme Ensemble sicher durch die Partitur. Viele Passagen dirigiert Lyniv alla breve, wodurch sie einen sogartigen Fluss erzeugt. […] Mit dem blutjungen Polen Dariusz Perczak als Onegin zauberte Schmid (anstelle des erkrankten Markus Butter) einen hauseigenen Bariton aus dem Hut, der auch an größeren Häusern bestehen kann. Mit seiner gut fokussierten, kernigen und dennoch beweglichen Stimme gab Perczak ein glänzendes Rollendebüt. Seinem Gegenspieler Lenski verlieh der Weißrusse Pavel Petrov mit seinem weich verströmenden lyrischen Tenor eine nicht minder beeindruckende Stimme. Die Damenriege führte die aus Westsibirien stammende Sopranistin Oksana Sekerina als Tatjana an: eine klare Stimme mit großer Durchschlagskraft, in den exponierten Höhen manchmal noch etwas forciert, in den Mittellagen hingegen auch mit berührendem emotionalen Nachdruck.“

(FAZ)

 

 Orchester, Chor und Solisten ausgezeichnet vorbereitet

„[…] Orchester, Chor und Solisten waren offenbar ausgezeichnet vorbereitet – Lyniv wird ja für ihre exzellente Probenarbeit von allen Seiten gelobt. Sie dirigierte mit großen und präzisen Gesten – da gab es keinerlei Schwankungen zwischen Bühne und Orchestergraben. […] Sie (Oksana Sekerina) bewältigte die anspruchsvolle Partie der Tatjana stimmlich überzeugend mit schönen Piano-Phrasen, aber auch mit den gebührenden dramatischen Ausbrüchen. Als Figur berührte sie vor allem im dritten Akt in der großen Szene mit Onegin. […] Als Lenski erlebte man den 26-jährigen Weißrussen Pavel Petrov. Der begabte junge Mann sang schon vor 2 Jahren den Lenski in Kiel und in Bukarest. Er verfügt über eine nicht allzu große, aber sehr schön timbrierte Stimme, die für diese Partie durchaus ideal passt. Mit zunehmender Erfahrung wird er auch an darstellerischem Profil gewinnen. […] Auch die kleineren Rollen sind sehr gut besetzt: der junge Weißrusse Alexey Birkus (Österreichischer Musiktheaterpreis 2015 in der Kategorie Bester Nachwuchs für seinen Gremin in Salzburg) singt seine große Szene sonor, die ebenfalls aus dem Grazer Opernstudio hervorgegangene Yuan Zhang ist eine gebührend flatterhafte Olga und Christina Baader ist eine attraktive Larina. Selbst in den Kleinstrollen Saretzki, Hauptmann und Vorsänger waren mit Konstantin Sfiris, Neven Crnic und Manfred Hanakam stimmlich profilierte Figuren zu erleben.“  

(Deropernfreund.de)

 

 Dariusz Perczak offenbart klangvolles Baritonmaterial

„[…] Der sehr junge Onegin-Einspringer Dariusz Perczak offenbart klangvolles Baritonmaterial. […] Mijnssen, die geschickt Einzel- und Massenszenen formt, unterstreicht so die Uniformität dieser Gesellschaft, die ins Heute blickt.“

(Klassiker.welt.de)

 

 Oksana Lyniv als Glücksgriff des Opernhauses

„[…] Der absolute Star der Premiere, und bereits zur Pause heftig umjubelt, war die neue Chefdirigentin des Grazer Philharmonischen Orchesters, Oksana Lyniv, die sich als wahrer Glücksgriff des Opernhauses entpuppte. So konzentriert, präzise und elegant wie unter ihrem Dirigat hat man das Orchester schon lange nicht mehr gehört. […] Großen Anteil an der musikalisch rundum glücklich machenden Vorstellung hatten Oksana Sekerina und Dariusz Perczak als Tatjana Larina und Eugen Onegin. […] Durchwegs positiv fielen der Chor sowie die kleineren Rollen auf, wobei Manuel von Senden als Triquet besondere Erwähnung dafür verdient, […].

(Bachtrack.com)

Außergewöhnliche Sänger 

„[…] Mit präzisen und äußerst suggestiven Gesten weiß sie (Oksana Lyniv) aufwühlende Momente und große Spannung sowie viele subtile Zwischentöne und feinste Lyrismen bei den Grazer Philharmonikern zu erzielen. […] Dazu erlebt man außergewöhnliche Sänger wie eine Oksana Sekerina als Tatjana. Sie besticht mit vielen feinen Zwischentönen und einem herrlich blühenden Sopran und ausdrucksvollem Spiel. […] Als Titelheld Eugen Onegin ist Einspringer Dariusz Perczak mit warmem Edeltimbre zu vernehmen. Pavel Petrov singt einen schönen, lyrischen und höhensicheren Lenski.“

(Kurier)

 

 Orchester spielt, wie von Last befreit

„[…] Das Grazer Philharmonische Orchester spielt, wie von Last befreit. In der ersten von Oksana Lyniv verantworteten Opernproduktion legt sich das Orchester noch einmal so recht ins Zeug, um bis zum letzen Bläserpult seine lyrischen Fähigkeiten auszuspielen. […] Oksana Sekerina, die Tatjana: eine völlig schlackenlose, mühelos über jedes Forte und über jede Höhe geführte Stimme, fast ein Ebenbild der Reinheit und des Zutrauens, wie sie gerade dieser Rolle eignen.“

(Wiener Zeitung)

 

 Sängerensemble und Dirigentin ernteten tosenden Beifall und Standing Ovations

„[…] Die Russin Oksana Sekerina als Tatjana bestach mit warmtemperierter Stimme und einfühlsamer Interpretation. […] Perczak lebte das Feuer, die Leidenschaft und die Rastlosigkeit des Onegin auf der Bühne aus. Pavel Petrov war der verletzliche, melancholische Lenski. Als leichtlebiges Partygirl Olga tanze und flirtete sich Yuan Zhang durchs Geschehen. Christina Baader als Larina trauert den Schatten ihrer Vergangenheit nach, und die eindrucksvolle tiefe Tessitura Elisabeth Hornungs verlieh der Filipjewna die rechte sanfte Mütterlichkeit. […] Sängerensemble und Dirigentin ernteten zu Recht tosenden Beifall und Standing Ovations, wie man sie beim sonst eher verhaltenen Grazer Publikum nur selten erlebt.“

(Die Presse)

 

 Oksana Lyniv erfüllte die Erwartungen

„[…] Sie (Oksana Lyniv) erfüllte am Pult des Grazer Philharmonischen Orchesters die Erwartungen mit einem fulminanten Einstand, erfasste Tschaikowskys Musik, die eine durch und durch tiefe, russische Seele mit französischer Eleganz paart, in all ihren Nuancen. […] Oksana Sekerina stattete die Tatjana mit lyrisch innigem wie dramatisch flutendem, großen Gesang aus, ihr voller, runder, überaus differenziert geführter Sopran leuchtete stark und vermochte mit einer wahrlich starken Briefszene aus zu berühren. Überzeugend und mehr als rollendeckend agierten auch die Sängerinnen und Sänger der kleinen Rollen: profund Alexey Birkus (Germin), keck Yuan Zhang (Olga), Christina Baader (Larina), Elisabeth Hornung (Filipjewna), beinahe bereits zu starkstimmig für die Rolle Manuel von Senden (Triquet) und das Grazer Bass-Urgestein Konstantin Sfiris (Saretzki). Der junge Tenor Pavel Petrov gestaltete mit viel Geschmack und Stil den Lenski und bewegte vor allem mit seiner fein ziseliert gesungenen Arie vor dem Duell.“

(Das Opernglas)

Wissenswertes rund um die Produktion

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