Operette

Eine Nacht in Venedig

Johann Strauß (Sohn)

Operette in drei Akten von Richard Genée und F. Zell
Textliche Bearbeitung von Ernst Marischka ~ Musikalische
Einrichtung von Erich Wolfgang Korngold
Für die Bühne eingerichtet von Peter Langdal ~ In deutscher Sprache mit Übertiteln
Eine Koproduktion mit der Opéra de Lyon, in Partnerschaft mit dem Royal Opera House Muscat


Content

Die atemberaubende Schönheit Venedigs, die verschlungenen Gässchen und romantischen Plätze, die Kanäle und Brücken, all das mag seinen Reiz haben, doch den Herzog Guido zieht es im Karneval einzig deswegen in die Lagunenstadt, weil er bei der Damenwelt reüssieren möchte. Im vergangenen Jahr hat er sich Barbara, der Gemahlin des Senators Delaqua, ziemlich genähert, und heuer hofft er, bei ihr endlich erotische Erfüllung zu finden. Nun beginnt ein beziehungsreiches Treiben der Maskierten, denn der Senator und seine Gattin, der Nudelkoch Pappacoda und die Kammerzofe Ciboletta, Caramello, der Barbier des Grafen, und die Fischverkäuferin Annina, schließlich Ernesto, der Neffe des Grafen, der seiner Tante Barbara mehr als nur platonisch zugetan ist – sie alle täuschen ungeniert den eigenen Partner und haben nichts anderes im Sinn, als hinter der Maske ihr wahres Gesicht zu zeigen.
Der dänische Regisseur Peter Langdal, der in Skandinavien bereits mehr als 130 Inszenierungen erarbeitet hat, inszenierte 2016 an der Opéra de Lyon „Eine Nacht in Venedig“ als frivoles Lustspiel, das den Charme der Commedia dell’arte und die Dialograsanz einer Screwball-Komödie gekonnt vereint.
Nun amüsiert diese Erfolgsproduktion das Publikum der Oper Graz, wenn es heißt: „Komm in die Gondel, mein Liebchen!“

 

 

 

Besetzung

Musikalische Leitung
/
Inszenierung
Szenische Einstudierung
Choreographie
Kostüme
Dramaturgie

 

Herzog Guido von Urbino
Barbara Delacqua
Bartolomeo Delaqua
Enrico Piselli
Stefano Barbaruccio
Agricola Barbaruccio
Constantia Testaccio
Pressestimmen

Buffo-Trio mit Klasse und exzellenter Chor

„[…] Erfreuen kann man sich an den Einzelleistungen im Ensemble, wie etwa dem aus Lyon mitübernommenen Lothar Odinius als Herzog, der mit bayreutherfahrenem Tenor das vokale Geschehen dominiert. Auch Elena Pusztas Annina setzt vokale Glanzlicher, und der Pappacoda Ivan Oreščanins, die Ciboletta Sieglinde Feldhofers und der Delaqua von Götz Zemann sind ein Buffo-Trio mit Klasse. Alexander Gellers gewitzer Barbier Caramello komplettiert die Hauptrollen, keinerlei Ausfälle gibt`s bei den kleinen Partien, ganz exzellent ist der Chor.“

(Kronen Zeitung)

 

Besetzung optisch und musikalisch erfreulich

„[…] Das Ambiente (Bühne: Ashley Martin-Davis) ist eher sparsam, sehr schöne Effekte werden mit Lichtstimmungen (Jesper Kongshaug), ein paar Zypressen, einer Brücke, schwebenden Gondelsilhouetten sowie einem riesigen Mond erzeugt. Die Besetzung ist optisch und musikalisch erfreulich: Sieglinde Feldhofer ist eine reizende Ciboletta, die weiß, was sie will und ihren verliebten Koch Pappacoda (äußerst spielfreudig: Ivan Oreščanin) schon jetzt beherrscht. Annina wird von Elena Puszta mit guter Stimme und leicht lasziver Erotik gegeben und Elisabeth Pratscher (Barbara Delaqua) spielt gekonnt die elegante Blondine mit gar nicht elegantem Techtelmechtel. Alexander Geller (Caramello), […] erfreut auch diesmal wieder mit hellem, mühelosen Tenor und Bühnenpräsenz. […] Das Grazer Philharmonische Orchester spielt unter der Leitung von Marius Burkert flott und zeigt die Lagunen-Herrlichkeit in ihrer ganzen Fülle.“

(APA)

 

Marius Burkert dirigiert mit Schwung 

„[…] Alexander Geller macht gute Figur als Friseur Caramello und hat mit dem delikat und strahlend intonierten Hit „Komm in die Gondel“ und „Ach wie so herrlich zu schau`n“ gleich zwei der musikalischen Höhepunkte auf der Habenseite. […] Schön schräg ist auch das stilisierte Venedig von Ashley Martin-Davis. Die Commedia dell´Arte grüßt und fügt sich in einen fröhlichen bunten Stilmix (Kostüme Karin Betz), mit dem die verrückte Handlung in eine überzeitliche Lustigkeit transponiert wird. […] Marius Burkert dirigiert mit angemessenem Schwung, nimmt sich aber stets zurück und Zeit für gesangliche Freinheiten.“

(Kleine Zeitung)

 

Wunderschöne, farbenfrohe und passende Kostüme

„[…] Ashley Martin-Davis, der international als Bühnenbildner tätig ist, hat in Graz eine besondere und Publikumsnahe Bühne gestaltet, auf der das bunte Treiben des Karnevals in Venedig statt gefunden hat. Italien, das Land der Mode und der schönen Frauen, dies muss auch in den Kostümen gezeigt werden und man holte sich dafür die Preisgekrönte Kostümbildnerin Karin Betz aus Dänemark nach Graz. Aus vielen, vielen Stoffbahnen wurden wunderschöne, farbenfrohe und passende Kostüme genäht, damit das ganze Ensemble auf der Bühne glänzen konnte. Jedes Kostüm war eine Augenweide und hat die Weiblichkeit der tollen Schauspielerinnen ganz besonders betont. Für die sanften und geschmeidigen Töne dieser Operette waren das Grazer Philharmonische Orchester unter der Leitung von Marius Burkert zuständig. […] Diese Harmonie miteinander ist spürbar, die romantischen Klänge werden mit einer Leichtigkeit gespielt und breiten sich in der Oper zärtlich aus. Diese „eine Nacht in Venedig“ sollten Sie sich ansehen. Eine zeitgenössische Aufführung, in der sogar Karl Lagerfeld einen optischen Auftritt als Herzog Guido von Urbino hat. Dieser Herzog Guido von Urbino wird ganz toll von Lothar Odinius gespielt und dieser trifft im Stück auf viele wunderschöne Frauen… […] Bei dieser Aufführung haben aber auch der Chor der Oper Graz, unter der Leitung von Bernhard Schneider, das Ballett und die Statisterie perfekte Leistungen gebracht. Sie alle haben eine (wunderbare) Nacht in Venedig auf der Bühne gezeigt und dafür viel Applaus entgegen nehmen dürfen.“

(Meinbezirk.at)

 

 Gesangliche Harmonie stimmte rundum 

„[…] Das Grazer Philharmonische Orchester läuft bei der leichten Muse verlässlich zur Hochform auf und lieferte Walzerseligkeit de luxe sowie glänzende, musikgewordene Donauwellen. […] Die Protagonisten der venezianischen Maskerade sorgten großteils ebenso für schöne Momente; ganz oben in der Publikumsgunst standen dabei eindeutig Sieglinde Feldhofer und Ivan Oreščanin. Energisch beherrschten die beiden als Zofe Ciboletta und Pastakoch Pappacoda alle ihre Szenen und verliehen der Vorstellung Spritzigkeit und Charme. Und auch die gesangliche Harmonie stimmte rundum: Feldhofer konnte ihre Stimme vor allem in der warm timbrierten Mittellage schmeichelnd einsetzen und punktete darüber hinaus mit hoher Wortdeutlichkeit und augenzwinkernder Textgestaltung auch in den gesungenen Passagen. Oreščanin eröffnete den Abend mit Pappacodas beschwingter Auftrittsarie und fand zwischen präziser vokaler Gestaltung mit geschmeidig geführtem Bariton stets noch genug Zeit für allerlei Späßchen. […] Angesichts der verlässlichen Qualität ist es in der Oper Graz immer erfreulich, wenn dem Chor eine große Aufgabe zufällt. So konnten die Damen und Herren des Chors einmal mehr mit Spielfreude und Tanzbegeisterung bestechen und dabei auch ihre vokale Präzision in zarten Piani und beeindruckend nuancierten Crescendi und Decrescendi demonstrieren.“

(Bachtrack.com)

Wissenswertes rund um die Produktion

Vorstellungen

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