Oper

Candide

Leonard Bernstein

Comic operetta
Gesangstexte von Richard Wilbur
Mit zusätzlichen Texten von John La Touche, Dorothy Parker, Lilian Hellman, Leonard Bernstein, Stephen Sondheim, John Wells ~ Texte des Erzählers von Loriot
In englischer Sprache mit deutschen Zwischentexten


Content

Voltaires satirischer Roman „Candide ou L’Optimiste“ (1759), die literarische Vorlage für Leonard Bernstein, erzählt, wie Candide, dessen heimliche Liebe Cunegonde, deren Bruder Maximilian und Paquette in der optimistischen Lebensphilosophie ihres Lehrers Pangloss von der „besten aller Welten“ aufwachsen. Ein Krieg versprengt sie in alle Windrichtungen und lässt sie die Schrecken des 18. Jahrhunderts erfahren und zur Erkenntnis gelangen, dass die „beste aller Welten“ nur als philosophisches Konstrukt ohne jeglichen Realitätsbezug existiert. Zu guter Letzt treffen sie wieder zusammen und beginnen ein neues Leben. Bernsteins Musik begeistert durch ihre kühne Mischung aus Oper, Operette, Music-Hall-Songs, Folk-Music und Jazz, welche Marcel Prawy pointiert als „eine reizvolle artistische Spielerei“ bezeichnete. Zum Ereignis im Konzertsaal wird „Candide“ in jener Fassung, für die der legendäre Humorist Loriot verbindende Zwischentexte schrieb. Den Loriotschen Sprachwitz zum Funkeln bringt Maria Happel, die am Burgtheater ebenso gefeiert wird, wie sie bei Fernsehzuschauern beliebt ist.

Pressestimmen

Maria Happel vermittelt mit Witz

„[…] Von Burgschauspielerin Maria Happel mit Witz vermittelt, geben sie dem absurden Handlungsverlauf eine ironische Dimension mehr und verbinden die vielseitigen Musiknummern. Auf der Bühne platziert musizieren unter der umsichtigen Leitung von Marcus Merkel das inspirierte Grazer Philharmonische Orchester, Chor und Extrachor. Ein gut gelauntes und gut disponiertes Ensemble, viele in mehreren Rollen, verkörpert das umfangreiche Personal der „Operetta“. […] Als Produktionsleiterin gelang der jungen Grazerin Juana Cano Restrepo vor angedeuteten Schiffen und ein paar Koffern eine überzeugende halbszenische Regieführung mit humanistischem Grundton.“

(Kleine Zeitung)

 

Ein Werk, das nicht nur musikalisch überzeugt, sondern auch bestens unterhält

„[…] In Graz hat man sich für die konzertante Fassung von 1989 entschieden – und für die lakonisch-witzigen Zwischentexte von Loriots. Das Ergebnis ist ein Riesenspaß, nicht nur für das Publikum, sondern sichtbar und spürbar auch für die hinreißenden Solisten, den Chor, das Orchester und den energischen Dirigenten Marcus Merkel. Wesentlichen Anteil an diesem Erfolg hat die großartige Maria Happel, die als Erzählerin durch den Abend führt und das Publikum mit Charme um den Finger wickelt. Das gelingt auch Sophia Brommer, die mit leuchtendem Sopran und keckem Spiel die Cunegonde zum zauberhaften gefallenen Mädchen macht. Ihr zur Seite steht Alexander Kaimbacher als Candide mit tenoralem Glanz, der so schamlos wie augenzwinkernd die diesem Stimmfach zugeschriebene Theatralik bedient. Eine umwerfend komische Iris Vermillion, die bezaubernde Sieglinde Feldhofer und die herrlichen Sänger/Komiker David McShane, Manuel von Senden und Dariusz Perczak sowie ein perfekt einstudierter Chor mit tollen Solistenleistungen einiger Herren und ein sichtlich animiertes Orchester unter der energiegeladenen und sehr souveränen Leitung von Marcus Merkel machen dieses stilistisch so vielfältige Werk zu einem runden Ganzen, das nicht nur musikalisch überzeugt, sondern auch bestens unterhält.“

(Kronen Zeitung)

 

Langanhaltender und lautstarker Jubel!

„[…] Alexander Kaimbacher war mit seiner schönen lyrischen Tenorstimme und etwas dümmlichem Gesichtsausdruck eine Idealbesetzung des naiven Titelhelden. Sensationell war Sophia Brommer mit ihrem warm timbrierten Sopran und brillanten Koloraturen in der Partie der von Candide angebeteten Cunegonde; für die Traumarie jedes Koloratursoprans („Glitter and be gay“) erhielt sie zu Recht einen Jubelorkan. Iris Vermillon beeindruckte mit ihrem satten Mezzosopran als zwielichtige Old Lady. […] Mit viel Charme sang Sieglinde Feldhofer die flatterhafte Paquette. Köstlich in jeweils mehreren Partien waren Manuel von Senden und Dariusz Perczak. Aber auch alle weiteren Solisten (einige davon aus dem Chor) waren mit großer Spielfreude bei der Sache – sehr zum Vergnügen des Publikums. Diese letzte, restlos ausverkaufte Vorstellung erntete lang anhaltenden und lautstarken Jubel. Bernstein hätte sich gefreut -und Loriot wohl auch.“

(der neue Merker)

Wissenswertes rund um die Produktion

Vorstellungen

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