Drei Fragen an Elena Puszta


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Als Fischermädchen Annina bringt Elena Puszta in „Eine Nacht in Venedig“ den frischesten Fisch fangfrisch auf den Tisch. Während Produktionsdramaturg Bernd Krispin Anninas Fischernetz für die nächste Ausfahrt knüpfte, hat sie ihm bereitwillig über die Leichtigkeit der Operette und Reiz der Lagunenstadt Auskunft gegeben.

 

2013 haben Sie den Ersten Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb „Nico Dostal“, dem wichtigen, der Operette gewidmeten Wettbewerb, gewonnen. Was macht den Reiz der Operette aus? Was ist das Schwierige am Leichten?

Der Reiz der Operette ist, dass viele Sparten des Theaters – Gesang, Schauspiel, Tanz – zusammenkommen und dem Publikum einen unbeschwerten, abwechslungsreichen Abend fern des Alltags bieten. Auch wenn die Handlungen oft ein wenig hanebüchen sind – mit einem Augenzwinkern und Spielfreude zaubert man dem Zuschauer schnell ein Lächeln auf die Lippen, was uns Darstellern zu noch mehr Energie und Spaß auf der Bühne verhilft. Aber gerade diese Leichtigkeit zu erzeugen und die zusätzlichen Anforderungen, wie die Dialoge gut zu sprechen, die Choreographie, die Komik stellen natürlich eine Herausforderung dar. Das Publikum darf nie den Eindruck haben, dass man hart arbeitet.

Dass dieses Genre gerne oft, trotz der großen Anforderungen, unterschätzt wird, ist daher im Grunde ein Kompliment, denn das heißt, dass wir Darsteller unsere Sache gut gemacht haben.

 

Als Fischermädchen Annina sind Sie in „Eine Nacht in Venedig“ schon auf der Seebühne von Mörbisch gestanden, und als Annina geben Sie nun Ihr Debut an der Oper Graz. Bereichert Sie die Erfahrung von Mörbisch? Oder ist hier alles so neu, als wär’s das erste Mal?

Natürlich hat mich die Erfahrung in Mörbisch bereichert und ich habe schon vor dem Probenbeginn hier in Graz ein Gefühl für die Rolle der Annina gehabt. Trotzdem ist es dann doch etwas ganz anderes, wenn man jetzt hier im „kleinen“ Rahmen wieder nah am Publikum ist, und alle Reaktionen mitbekommt – das lässt gleich eine ganz Energie aufkommen!

 

„Eine Nacht in Venedig“ lebt nicht nur den der herrlichen Musik von Johann Strauß, sondern auch vom Reiz der Lagunenstadt. Was ist Ihr letztes Venedig-Erlebnis?

Mein letzter Besuch war ein Tagesausflug nach Venedig vor 15 Jahren – der wurde mir leider durch eine fiese Grippe etwas vermiest. Für nächstes Jahr steht aber ein Venedig-Trip fest im Kalender, und danach kann ich gerne berichten, was mir als schönste Erinnerung geblieben sein wird.