Ausflug ins Grüne mit Dirigent Andrea Sanguineti 


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Im Café Rosenhain bei Aperol Spritz und Marillenkuchen: Dirigent Andrea Sanguineti und Musikdramaturgin Marlene Hahn, die gerade an der Neuproduktion von Donizettis Oper „Lucia di Lammermoor“ arbeiten.  

 

Wie beginnst du einen Probentag am liebsten?

Kaffee, Tageszeitung online, Duschen und los.

 

Wie beendest du einen Probentag am liebsten?

Genauso: Essen, Netflix und Bett.

 

Wenn du es dir aussuchen könntest, welche Fähigkeit oder welches Talent würdest du besonders gerne besitzen?

Ich hätte gerne eine eingebaute Psychologie-App in meinem Kopf, die mir hilft, die Menschen noch besser verstehen zu können.

 

Wie würdest du dein Boot benennen, wenn du eines hättest?

Mit dem Namen meiner aktuellen Freundin.

 

Welchen fiktiven Charakter würdest du gerne mal zum Essen einladen?

Dorian Gray.

 

Was war der beste Kauf, den du je getätigt hast?

Ein Fernseher mit Holzrahmen, der wunderschöne Gemälde und Bilder zeigt, wenn er aus ist.

 

Was war der schlechteste Kauf, den du je getätigt hast?

Ein italienischer Wagen.

 

Mit welchem Operncharakter wärst du am liebsten befreundet?

Bestimmt nicht mit einem Tenor (lacht). Mit irgendeinem bösartigen Bariton wie Graf Luna.

 

Hast du ein Ritual, bevor du in den Graben gehst?

Gar nichts.

 

Was ist das Nervigste an deinem Beruf?

Viele Kompromisse machen zu müssen.

 

Welcher Maler, egal ob lebendig oder tot, dürfte dein Porträt anfertigen?

Klimt.

 

Was wärst du, wenn du nicht deinen jetzigen Beruf ergriffen hättest?

Ich würde vermutlich im Finanzbereich arbeiten.

 

Was ist das Schönste an der Probenarbeit für dich?

Die Vielschichtigkeit der unterschiedlichsten Künstlerpersönlichkeiten besser kennen lernen zu dürfen.

 

Was wusstest du vorher nicht über deinen Beruf, hättest es aber gerne gewusst?

Dass man als Dirigent distanzierter sein muss, als ich dachte, um gut arbeiten zu können. Es ist ein Balance-Akt zwischen Vertrauen, Offenheit und Distanz … und manchmal muss man sein wahres Ich verstecken können.

 

Wo auf der Welt würdest du gerne mal wohnen?

Kalifornien.

 

Was macht dich besonders glücklich?

Ich liebe die vielen kleinen Momente des Glücks.

 

Was ist für dich der schönste Moment in einer Produktion?

Wenn mein musikalisches Gerüst ohne meine Hilfe steht.

 

#teamBellini oder #teamDonizetti?

Eindeutig Donizetti!

 

Welche App darf auf deinem Handy nicht fehlen?

Whatsapp

 

Welchen Komponisten, egal ob tot oder lebendig, würdest du gerne auf ein Eis einladen?

Rossini. Mozart wäre mir bei einem Eis vermutlich zu anstrengend.

 

Wenn du nochmal 18 Jahre alt wärst, was würdest du anders machen?

Mit den Erkenntnissen und Erfahrungen meines 35-jährigen Ichs das Leben noch mehr genießen.

 

Welches Gemälde beeindruckt dich am meisten?

Von Caspar David Friedrich „Wanderer über dem Nebelmeer“

 

Was macht dich „hysterisch“?

Ignoranz und Schlampigkeit.

 

Was muss man in Graz gesehen haben, wenn man auf Besuch hier ist?

Man muss auf die Hügel um Graz fahren und die wunderschönen Ausblicke genießen.

 

Welcher Moment/welche Szene in Lucia di Lammermoor berührt dich besonders?

Das Duett zwischen Edgardo und Lucia.

 

Welches Bild entsteht bei dir, wenn du die Oper hörst?

Clean, weiß und blutig.

 

Welche Frage würdest du gerne Sigmund Freud/Charquot stellen?

Sehr viele Fragen über Kindererziehung! Bei Frauen ist es ein zu weites Feld.