Eine schnatternde Gänseschar

Als die Opernfassung der „Königskinder“ am 28. Dezember 1910 in der Metropolitan Opera New York zur Uraufführung kam, verkörperte Geraldine Ferrar, einer der Sopranstars der Zeit, die Gänsemagd. Star hin, Star hin – Geraldine Ferrar war umgeben von einer Schar lebender Gänse, die sie selbst von klein auf gefüttert und dadurch auf sie geprägt hat, um so zu gewährleisten, dass ihr die tierischen Bühnenpartner gehorchten. Und den Applaus nahm sie, wohl zum Gaudium des Publikums, regelmäßig mit ihrer Gänseschar entgegen. Die Startseite des Spielplanarchivs der Met zeigt eine possierliche Szene der Sopranistin mitsamt ihrer gefiederten Begleitung: Sehen Sie selbst!