Dietmar Pflegerl


Dietmar Pflegerl (1943–2007) erhielt seine Ausbildung an den Kunstuniversitäten von Graz und Wien. Nach Engagements am Theater Basel und in St. Gallen wechselte er 1978 zu Boy Gobert ans Thalia-Theater Hamburg. Seit 1980 war er als freier Regisseur in Hamburg, Berlin und Wien tätig. Wiederholte Male wurden seine Inszenierungen mit Preisen bedacht („Fast ein Poet“, „Onkel Wanja“, „Liliom“), und 2006 wurde er mit dem Nestroy-Preis geehrt. Die „Offene Zweierbeziehung“ inszenierte er am Renaissance-Theater Berlin und in Zürich, „Die geliebte Stimme“ am Schillertheater. 1988 bis1992 war er Regisseur am Theater in der Josefstadt, wo er u. a. „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ und „Der Kirschgarten“ inszenierte. Von 1992 bis zu seinem Tode war Dietmar Pflegerl Intendant des Klagenfurter Stadttheaters. Dort inszenierte er Schauspiel, Musicals und Oper gleichermaßen erfolgreich. Parallel zu seiner Klagenfurter Intendanz inszenierte er Musiktheater in Dublin, auf Teneriffa, in Monte Carlo und Mörbisch. An der Oper Graz waren seine Inszenierungen von „Tosca“, „La Traviata“, „Madama Butterfly“ und „La Bohème“ zu sehen, und in der Saison 2017/18 steht „La Bohème“ erneut auf dem Spielplan der Oper Graz.