Christian Lacroix


Geboren in Arles, studierte Christian Lacroix Literatur und Kunstgeschichte in Montpellier, an der Sorbonne und an der Ecole du Louvre. Nachdem er erst für Hermès und Guy Paulin gearbeitet hatte, wurde er Künstlerischer Direktor bei Jean Patou, bis ihm Bernard Arnault die Möglichkeit eröffnete, seine eigene Maison de Couture zu eröffnen. Parallel dazu begann Christian Lacroix in den achtziger Jahren, für Oper, Ballett und Schauspiel – an der Metropolitan Opera New York, am Théâtre de la Monnaie in Brüssel, an der Wiener Staatsoper, in Berlin, Hamburg, Köln ("Aida" in einer Inszenierung von Johannes Erath) und München – zu arbeiten. Den Theaterpreis »Molière« erhielt er 1996 für seine Kostüme zu "Phèdre" und 2007 für "Cyrano de Bergerac" (an der Comédie-Française).
Seit 2000 designt er zudem Hotels, Kinos, zwei Straßenbahnen in Montpellier und kuratiert Ausstellungen seiner eigenen Kreationen (Centre National du Costume de Scènes in Moulins, Musée de la Mode und Musée des Arts Decoratifs, Musée Réattu und Rencontres d’Arles), aber auch für andere Institutionen (Musée du Quai Branly, Wallraff-Museum in Köln, Musée des Beaux Arts in Rouen, Musée des Arts Decoratifs in Bordeaux). 2013 hat er für die Europäische Kulturhauptstadt Marseille die Ausstellung "Mon Île de Montmajour" kuratiert.
Zu seinen aktuellen Arbeiten zählen die Gestaltung zweier Hotels in Paris, die Renovierung des Hotels »Jules César« in Arles, sowie" Les pêcheurs de perle" in Strasbourg, Christoph Willibald Glucks "Ezio" in Frankfurt, "La favorite" und "Un ballo in maschera" in Toulouse. Seine erste Arbeit an der Oper Graz waren die Kostüme zu "I Capuleti e i Montecchi" (2011). Nun kreiert er die Kostüme für "Lohengrin", die Eröffnungspremiere der Saison 2013/2014.