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Oper Graz
STÜCKE
TURANDOT

TURANDOT

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Giacomo Puccini

Oper in drei Akten
Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni

(In italienischer Sprache – mit deutschen Übertiteln)

Eine Koproduktion mit der Königlichen Oper Stockholm
 

Alle Termine, Besetzungen, Tickets

Nächste Vorstellung: 27.04.2014 15:00 bis ca. 17:30


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GALERIEN:


Turandot gibt nicht nur ihren Freiern Rätsel auf, was für diese bekanntlich letale Konsequenzen hat. Auch der Mit- und Nachwelt ist Puccinis eisumgürtete Prinzessin einigermaßen rätselhaft geblieben. Diese, seine letzte Oper, entstand zwischen 1920 und 1924 und blieb ein Fragment. Marco Arturo Marelli: „Puccini dachte in dem Stück an den Triumph einer Frau, auf der Bühne aber auch an den einer Primadonna. Unter den Opernkomponisten war er der letzte, der ihnen große Rollen schrieb. Turandot sollte die allerletzte sein, gewaltiger, heroischer und großer als alle anderen – Primadonna in einer Welt, die ihr längst nicht mehr gehört. Was bei Monteverdi mit der Klage um Verlust und Liebesschmerz (‚lasciatemi morire‘) begonnen hatte und so viele tragische Liebesschicksale geschildert hat, sollte mit einer Verherrlichung der Liebe enden. Doch Puccini hat uns darauf keine Antwort gegeben. Puccinis Turandot gibt nicht nur in der Handlung vielfach Rätsel auf, sondern auch als Werk sui generis. Da haben wir dann manchmal das Gefühl von der Unmöglichkeit, Antworten zu finden. Wenn ein Kunstwerk sich uns so offen und deutungsvielfaltig präsentiert, dann stellt es sowohl als Umsetzungs-, als Darstellungs- und als Wahrnehmungsfolie einen Idealfall dar – und das wiederum ist bei einem Fragment, an dem sich Kunst und Wissenschaft seit neunzig Jahren abarbeiten, ja schon wieder an sich ein Rätsel! Und an dessen Lösung, sollte es je eine geben, versuche ich mich, mit dieser Neuproduktion anzunähern.“

Vorstellungen
22.1., 30.1., 2.2. (18.00 Uhr), 6.2., 9.2. (18.00 Uhr), 1.3., 7.3., 12.3.,
21.3., 6.4. (15.00 Uhr), 27.4. (15.00 Uhr), 16.5., 18.5. (18.00 Uhr), 25.5. (18.00 Uhr)
Beginn jeweils 19.30 Uhr, sofern nicht anders angegeben

AKTUELL!
Die Vorstellung am 1.3. wird der Gastdirigent Marco Boemi leiten


Pressestimmen

Puccinis „Turandot“: Das Publikum tobte
Marco Arturo Marelli inszenierte „Turandot“ packend, aufrüttelnd und auf allerhöchstem Niveau.
(…) Selten war dort (in der Oper Graz) eine so packende, musikalisch wie szenisch kongruente und in allen Phasen aufrüttelnde Aufführung auf allerhöchstem Niveau zu erleben gewesen. (…)
Höhepunkt des Abends war der Mondchor: In verführerische, moderne Kostüme gekleidet rief der musikalisch wie darstellerisch phänomenale Chor in einem singulären Zusammenfall von blutrünstiger Perversion und musikalisch schwelgerischer Exuberanz jenen Vollmond herbei, dessen gleißendes Aufgehen die sofortige Enthauptung des persischen Prinzen bedeutet. Keine abstrakten Konzepte, keine Belehrungen oder verkniffenen „Lesarten, sondern eine Erzählung, die auf Schönheit aus ist und dem Publikum dennoch Zwischenräume zu eigner Deutung anbietet, aber niemals aufdrängt.
Domingo Hindoyan ließ das bestens disponierte Grazer Philharmonische Orchester gelöst aufspielen, scheute keine dynamischen Extreme und fand weite Bögen für das Aufblühen des lyrisch-narkotischen Melos von Puccinis letzter, unvollendeter Partitur. Mlada Khudoley als Turandot war eine junonische Bühnenerscheinung, die den Wandel von zeremoniell-kalkiger Starre hin zur liebenden Frau überzeugend verdeutlicht. (…)
Als eine veritable Entdeckung erwies sich der junge südkoreanische Tenor James Lee als Calaf: lyrischer Schmelz und eine hell strahlende, souveräne Höhenlage brachten am Schluß von „Nessun dorma“ das Grazer Publikum zu Recht zum corridaartigen Toben. (…) Ein Kabinettstück die schauspielerische und vokale Performance des Maskentrios Ping, Pang und Pong – was hier an Witz, feinsinniger Spielfreude und überlegener Selbstironie zum Ausdruck kam, war der ideale Kontrapunkt zur tragischen Haupthandlung in dieser exemplarisch geglückten Produktion (Die Presse)

 

Opulenter Augenschmaus: „Turandot“ an der Oper Graz
Begeistert reagierte das Publikum Samstagabend in der Grazer Oper auf die Premiere von „Turandot“ und akklamierte neben der verlässlichen Ensembleleistung die dynamische Stabführung von Domingo Hindoyan, der nicht der Versuchung erlag, das fernöstliche musikalische Kolorit zu Kitsch erstarren zu lassen. Marco Arturo Marellis Theaterpranke servierte einen opulenten Augenschmaus, ein fesselndes Spektakel mit Akrobaten, Ballett, beeindruckender Lichtregie und hinreißenden Kostümen seiner Frau Dagmar Niefind-Marelli.(…) Der koreanische Tenor James Lee meistert die Partie mit heldischem Timbre. Als starke Interpretin der Titelfigur steht ihm Mlada Khudoley gegenüber (…). Marelli kontrastierte die Prinzessin aus Eis mit der gefühlvollen Liù, die Gal James mit makellos blühender Stimme ausstattete (…). (Der Standard)
 

Giacomo Puccinis „Turandot“ in der Grazer Oper: Viel Jubel bei der Premiere
Zum Glanzlicht der Grazer Opernsaison wird die „Turandot“. Nicht nur weil der Regisseur es schafft, eine vielschichtige, aber nicht überladene Fassung der besten Puccini-Oper auf die Bühne zu bringen. Auch die differenzierte Klangregie von Domingo Hindoyan und die Sänger machen den Abend zum großen Erfolg.
Es ist kein Wunder, das Marco Arturo Marelli nicht nur in Österreichs Opernhäusern ein gern gesehener Gast ist. Auch in „Turandot“ schafft es der Regisseur, intellektuelle Feinheiten und das Erzählen auf mehreren Ebenen in spannendes Theater zu verwandeln, das auch ohne Umwege über den Kopf funktioniert. Dies „Turandot“ ist gleichermaßen für Puccini-Experten wie –Neulinge ein Genuss. (…) Marelli bringt die Commedia dell’arte-Ursprünge des Stoffs auf die Bühne, sorgt für grotesken Grusel, macht die Rätselszene zum spannenden Duell, arbeitet mit subtiler Ironie und findet selbst für die grässliche, nachkompnierte Musik des Finales eine plausible Erklärung: Nicht Kalaf überwältigt die Prinzessin mit einem Kuss – diesmal läuft es umgekehrt.
Dass Puccini in „Turandot“ italienische Opernmelodik und pentatonische Exotismen genial verwoben hat, wird im Orchestergraben deutlich. Dirigent Domingo Hindoyan bemüht sich sowohl um eine pointierte Tempodramaturgie als auch um eine möglichst differenzierte, genaue Lesart, die den impressionistischen Farbzaubern der Partitur ebenso gerecht wird wie deren holzschnittartigen Ruppigkeiten. (…)
James Lee singt den Kalaf über weite Strecken bravourös, mit souveräner Attacke, mit heldischem, metallischem Glanz im Forte (…) Mlada Khoudoleys Turandot (…): Eine durchschlagskräftige, dramatische Stimme mit Ausdauer und guter, leuchtender Höhe (…).
Gal James (…) überzeugt mit lyrischer Schlichtheit. Konstantin Sfiris orgelt den Timur kräftig, Manuel von Sendens Altoum und Daid McShanes Mandarin bieten kurze prägnante Highlights.
Die Minister Ivan Oreščanin, Taylan Reinhard und Martin Fournier spielen und singen homogen, der so geforderte Chor bewältigt die Anforderungen tadellos. (Kronen Zeitung)

 

Ein Fest der Stimmen am Hof der Turandot
Jubel im ausverkauften Grazer Opernhaus Beeindruckende Debüts
Rundweg gegglückte „Turandot“-Premiere an der Grazer Oper Samstagabend: Vor einem ausverkauften Haus brillierten in den Hauptpartien zwei Debütanten: Mlada Khudoley präsentierte eine äußerst differenzierte Interpretation der eiskalten Prinzessin. James Lee als Calaf hat enorm viel Stimmkraft, aber auch Sinn für das Lyrische. Domingo Hindoyan leitet das Grazer Philharmonische Orchester zielsicher durch die modernste Partitur Giacomo Puccinis. (…) Am Ende viel Applaus auch Konsantin Sfiris als berührenden Timur und die nach der Babypause als Liù zurückgekehrte Gal James – mit Sicherheit die bisher beste Premiere der laufenden Spielzeit. (Österreich)


Kritik

(…) stimmlich glänzend miteinander harmonierend, gelingt es Ivan Oreščanin, Taylan Reinhard und Martin Fournier, die Zwielichtigkeit des zwischen Komik und Brutalität schwankenden Ministerterzetts prägnant zu verdeutlichen. Manuel von Senden (Altoum) und Konstantin Sfiris (Timur), lassen ebenso wenig Wünsche offen wie der sauber intonierende Kinderchor und der von Bernhard Schneider einstudierte Opernchor.
one Anflug von Sentimentalität singt Gal James die Liù mit lyrischem Schmelz. Mlada Khudoley feiert ein fulminantes Rollendebut als dynamisch sorgfältig differenzierende Turandot, der ein substanzvolles Piano ebenso zu Gebote steht wie wuchtige dramatische Durchschlagskraft. (Kleine Zeitung)

 

(…) Mlada Khudoley schafft die schwere dramatische Partie der Turandot mit wagnerischen Anforderungen an Umfang und Tonsprüngen sowie blitzenden Spitzentönen mühelos. Mit Innigkeit und berührt Gal James als Liù (…). Exzellent sind Ivan Oreščanin (Ping), Taylan Reinhard (Pang) und Martin Fournier (Pong), die zudem recht komisch inszeniert sind. James Lee als Calaf verfügt über einen nicht allzu großen aber ausgesprochen schönen, schmelzigen Tenor, hat freie Höhe und punktet mit der Paradearie „Nessun dorma“. (Kurier)

BESETZUNG:

Musikalische Leitung:  Domingo Hindoyan Marius Burkert Marco Boemi
Inszenierung:  Marco Arturo Marelli
Co-Regie:  Enrico De Feo
Bühnenbild:  Marco Arturo Marelli
Kostüme:  Dagmar Niefind-Marelli
Licht:  Marco Arturo Marelli
Dramaturgie:  Birgit Amlinger
   
Turandot:  Mlada Khudoley
Altoum:  Manuel von Senden
Timur:  Konstantin Sfiris
Kalaf:  James Lee
Liù:  Gal James Margareta Klobučar
Ping:  Ivan Oreščanin
Pang:  Taylan Reinhard
Pong:  Martin Fournier
Ein Mandarin:  David McShane