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Oper Graz
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Malambo!

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Drei Tanzstücke »Tangata« ǀ »Fado« ǀ »Estancia«


Musik von Astor Piazzolla, Vasco Azevedo und Alberto Ginastera

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Nächste Vorstellung: 26.04.2015 15:00 bis ca. 17:45


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  • Probenclip "Tangata"



  • MALAMBO!




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Der argentinische Tanz Malambo bot im ausgehenden 19. Jahrhundert Männern die Möglichkeit, Stärke und Tapferkeit auf dem Tanzboden zu beweisen. Dabei galt es, angetrieben von einem Rhythmus aus Klatschen oder Trommeln, schwierige Schrittkombinationen tänzerisch virtuos zu meistern. Der argentinische Komponist Alberto Ginastera verband im Jahr 1940 Elemente dieser Folklore mit der Harmonik moderner klassischer Musik und schuf das mitreißende, rhythmisch prägnante Ballett "Estancia", dessen explosive musikalische Energien Darrel Toulon in intensive tänzerische Momente überträgt. Leidenschaft, Temperament und Sehnsucht werden mit dem Tango gleichgesetzt, der einst als Ausdrucksform männlicher Einwanderer in Argentinien entstand. Eine raffinierte Verschmelzung verschiedener Tangostile findet sich bei Astor Piazzolla, dessen Kompositionen der brasilianische Choreograph Ricardo Fernando für sein Tanzstück "Tangata" nutzt, um sich zur Gänze von der Stimmung der Musik inspirieren zu lassen. Diese Musik kann als Seismograph für Sensibilität und Sinnlichkeit bezeichnet werden. Trauer, Trennung, Verlust – dies sind auch die Themen des melancholischen Fado aus Portugal. Für den portugiesischen Choreographen Vasco Wellenkamp stehen in seinem international erfolgreichen Tanzstück "Fado", das für die Tanzkompanie der Oper Graz eigens neu überarbeitet und einstudiert wird, diese Gesänge für ein zeitloses Ritual voll ursprünglicher Kraft, das direkt ins Herz zielt.

 


Pressestimmen

Wenn Gegensätze verschmelzen
"Tradition und Moderne, Folklore und Gegenwartskunst - meist geht es da um Gegensätzlichkeit. Doch wie sehen Bühnenwelten aus, in denen diese Begriffe verschmelzen?(...)
… Ricardo Fernando beschwört den Modernisierer der Tangomusik am Beginn seiner "Tangata" herauf (…) Die Leidenschaft und Wut des Tango packt er dabei in sehr geometrische Bewegungsmuster, mit denen er den hormonellen Staudamm der Liebe in starken Bildern umkreist. (…) Der gefälligste, am heftigsten umjubelte Beitrag des Abends kommt mit "Fado" von Vasco Wellenkamp. (...) Das emotionale Zentrum seiner herzhaften Arbeit sind über weite Strecken aber weniger die Tänzer, als die grandiose Fado-Sängerin Carla Pires.
Den künstlerisch differenziertesten und choreografisch gewagtesten Beitrag liefert Tanz-Chef Darrel Toulon selbst: Er entfernt sich mit "Estancia" am weitesten vom Pathos der Folklore, ohne dabei Traditionen zu verleugnen. Dafür hat er mit der gleichnamigen Suite von Alberto Ginastera auch die perfekte Musik gefunden, die in den Händen von José Miguel Esandi am Pult des Grazer Philharmonischen Orchesters erstrahlt. Michael Munoz steht mit seiner kraftvollen Präsenz nicht nur in "Estancia" an der Spitze einer fabelhaft agierenden Tanzkompanie, die den gesamten Abend zu einem vielgestaltigen Vergnügen macht." (Kronen Zeitung)

 

Lust und Leid des Lebens
"Die Kompanie der Grazer Oper bringt Melancholie aus Portugal und Poesie aus Argentinien. Aus der Mitte entspringt der Fluss im magischen dreiteiligen Tanzerlebnis "Malambo!".
(…) Geduckte Trippelschritte vermischen sich mit den schwingenden Halbtönen des Gitarren-Trios und dem melancholischen Gesang der faszinierenden Carla Pires. Zum Weinen schön. Poetisch, nostalgisch, traurig stimmt Vasco Wellenkamps "Fado". Anmutig weich, mit folkloristischer Couleur, Kumpelgang und Vogelschritten, kreiert die famose Grazer Kompanie Bilder, in denen Tanz und Musik wie in einem Stück gegossen scheinen.(…) Eröffnet wird der Abend mit schwarz-weißer "Tangata" von Ricardo Fernando. (…) Klassisch, mit spitzen Ballettschuhen verleihen die 18 Tänzerinnen und Tänzer der argentinischen Subkultur Salonästhetik. (…)Trauer und Tod liegt in Astor Piazzollas Komposition, die unter der musikalischen Leitung von José Miguel Esandi zu lauernder Spannung und Sehnsuchtszirpen der Geigen anschwillt.
Vom Tagesablauf eines Gauchos erzählt schließlich "Estancia". Zauberhaft ausgestattet mit rosa Wolkenröcken und Mega-Bilderrahmen (Vibeke Andersen), fesselt die getanzte, bis in den projizierten Sternenhimmel und in Wellen tauchende Poesie. Darrel Toulons ebenso zarte wie feurige Choreografie verleiht der von Bartók bis Strawinsky klassisch vermischten Musik des Argentiniers Alberto Ginastera funkelnde Expressivität." (Kleine Zeitung)

BESETZUNG:

Musikalische Leitung:  José Miguel Esandi
Choreographie:  Ricardo Fernando Dos Santos Vasco Wellenkamp Darrel Toulon
Bühne und Kostüme:  Vibeke Andersen
Licht:  Guido Petzold
Video:  Herwig Baumgartner
   
Gesang:  Carla Pires David McShane Ivan Oreščanin
Gitarre:  Bruno MIRA Rodrigo SERRÃO Pedro PINHAL
Es tanzen:  Michael Munoz Frederico Oliveira Szabolcs Pataki Thanh Pham Martina De Dominicis Michal Zabavik Dylan Hoskins Bálint Hajdu Alberto CIissello Bruna Diniz Afonso Claudia Fürnholzer Dianne Gray Kana Mabuchi Clara Pascual Martí Lorena Sabena Miki Wakabayashi Joao Pedro De Paula Eleonora Pennacchini
Tanzkompanie: Martina De Dominicis Bruna Diniz Afonso Claudia Fürnholzer Dianne Gray Kana Mabuchi Clara Pascual Martí Eleonora Pennacchini Lorena Sabena Miki Wakabayashi Joao Pedro De Paula Bálint Hajdu Dylan Hoskins Michael Munoz Frederico Oliveira Szabolcs Pataki Thanh Pham Michal Zabavik