Oper

Peer Gynt

Edvard Grieg

Bühnenmusik zum gleichnamigen Drama von Henrik Ibsen

Textmontage für die Konzertversion von Alain Perroux

Gesang in norwegischer Sprache, Sprechtexte in deutscher Sprache


Content

Henrik Ibsen erzählt in seinem dramatischen Gedicht „Peer Gynt“ die welt- und zeitumspannende Reise des Titelhelden zu sich selbst: Vom Hofe seiner Mutter Åse bricht er auf und entführt Ingrid ihrem Bräutigam. Er verlobt sich mit der Tochter des Bergkönigs, mimt an der Küste Marokkos den großen Herren und lässt Anitra, die Tochter eines Araberhäuptlings, für sich tanzen. Nach jahrzehntelanger Fahrt nach Norwegen zurückgekehrt, findet er Erlösung von seinen Sünden durch die reine Liebe Solveigs, die ihm ein Wiegenlied singt, bevor er seine letzte Reise antritt.

Ibsen beauftragte Edvard Grieg, für das Drama eine Schauspielmusik zu komponieren, die 1876 am großen Uraufführungserfolg maßgeblich beteiligt war. Diese Musik, die noch vielfältiger und reizvoller ist als die ohnedies populären Stücke wie „Morgenstimmung“, „In der Halle des Bergkönigs“, „Åses Tod“ und „Solveigs Wiegenlied“, erklingt in der konzertanten Grazer Aufführung in ihrer Gesamtheit. Alain Perroux hat anhand von Ibsens Drama eine Textmontage erarbeitet, die zwei der bedeutendsten Schauspieler des deutschen Sprachraums interpretieren: Cornelius Obonya und Sunnyi Melles.

Besetzung

Pressestimmen

„Mit Sunnyi und Cornelius Obonya steht ein Duo zur Verfügung, das jede Facette dieser Dialoge zu voller dramatischer Entfaltung bringt.“ (Kronen Zeitung)

 

„Die Sänger fügten sich in den gelungen Abend perfekt ein, so war Dshamilja Kaiser eine lockend-glutvolle Anitra und Tatjana Miyus eine strahlende Solveig. Eine gute Figur machten auch Dariusz Percazak (Peer Gynt) sowie die Senerinnen (Sieglinde Feldhofer, Sonja Saric, Yuang Zhang). Von dieser Kombination aus gut ausbalancierter Musik und außergewöhnlicher Textgestaltung hätte es ruhig noch mehr sein dürfen.“ (APA)

 

„Melles verfügt über eine geradezu unglaubliche Vielfalt an stimmlicher und mimischer Ausdruckskraft. […] Sunnyi Melles ist eine verzweifelte Mutter Ase, eine sanfte, mädchenhafte Solveig, kreischt als grünes Mädchen, schnaubt als Krumme, ist beklemmend tonlos in der Todesfigur des Knopfgießers, berührt zutiefst mit gebrochener Stimme in der Sterbeszene von Mutter Ase und macht den Trollkönig in diskreter Karikatur zu einem Schweizer Bergfürsten. […] Sie dominiert den ganzen Abend. Selbst dann, wenn sie nicht spricht, ist stets anteilnehmender Bestandteil der Handlung und hält das Publikum in Bann – eine ganz große Leistung.“ (Der Opernfreund)

 

 „Åses Tod mimt sie restlos, zerfließend – Zur Elegie der Streicher, denen Dirigent Dirk Kaftan existenzielle Inbrunst einimpft. Das Erstreben dieser Szene ist einer dieser Glücksmomente, für die man in die Oper pilgert.“
(Kronen Zeitung)

 

„Neben Dirk Kaftans zündender Umsetzung der nordisch-bildhaften Musik trugen dazu vor allem Sunnyi Melles und Cornelius Obonya bei, die mit ihren Interpretationen der Texte für mehr Intensität als so manche szenische Aufführung sorgten.“
(APA)

 

Kraft der Modellierkunst von Dirk Kaftan am Pult finden Chor, Orchester und Solisten der Oper für Griegs in Töne gegossene Natur zu Idealform, glänzen und berühren – vor allem Tatjana Miyus als zarte Solveig. (Kleine Zeitung)

 

„Schimmernd die Streicher, grandios in Form die Bläser. Und auch die Sänger meistern die raren Vokalnummern ideal.“ (Kronen Zeitung)

 

„Dirigent Dirk Kaftan brachte die Musik mit dem Grazer Philharmonischen Orchester richtig zum Aufblühen, die schroffe Bergwelt wurde ebenso hörbar wie die schlichte Schönheit von Solveigs Gesang, die berühmte Morgenstimmung ließ er satt leuchten, die Halle des Bergkönigs wirkte düster und bedrohlich, als würde sich das Unheil der ganzen Welt darin verbergen.“ (APA)

 

 „Peer Gynt wurde von Cornelius Obonya verkörpert. Man glaubt ihm zu Beginn den kräftig gebauten Menschen von zwanzig Jahren ebenso wie später den hübschen Herrn von mittlerem Alter und am Ende den kräftigen alten Mann mit eisgrauem Haar und Bart. […] Stolz und zu Recht hatte die Oper Graz Melles und Obonya als zwei der bedeutendsten Schauspieler des deutschen Sprachraums angekündigt – und wirklich: die beiden hatten die Aufführung zu einem Ereignis gemacht!“
(Der Opernfreund)

 

„Es gelingt ein Abend der emotional alle Register zieht. […] Wer sich hingibt, erlebt ein packendes Hörspiel, das zuletzt mit Solveigs Wiegenlied, begleitet vom vierstimmigen Chor, sogar noch ein echtes, großes Opernfinale bekommt.“ (Kronen Zeitung)

 

„Unterstützt wurde das ambitionierte spielende Orchester von einem hervorragend agierenden Chor […].“ (APA)

 

„Die beiden Sprecher lassen das Fehlen einer Inszenierung fast vergessen. Sunnyi Melles, mit ihrem Alabaster-Teint ja selbst eine Theaterfee, führt als Erzählerin durch die nordischen Märchenszenen und zieht für ihre Figuren von Gynts Mutter bis zum (rülpsenden) Trollkönig feinste Schauspielregister. Und Cornelius Obonya gibt dem Peer vom selbstgefälligen Grobian bis zum reuigen Abenteurer scharfes Profil.“ (Kleine Zeitung)

 

„Das Grazer Philharmonische Orchester fühlte sich bei dieser durch und durch romantischen Musik hörbar wohl und spielte unter der souveränen Leitung von Dirk Kaftan engagiert und klangschön. […] .“ (Der Opernfreund)

 

„Als ungemein wandlungsfähig und in jeder Rolle glaubhaft erwies sich Sunnyi Melles, die alle Personen bis auf die Titelfigur sprach. Dabei muss man wohl eher von verkörpern reden, denn sie verlieh allen deutliches Profil. Ob Peers alte Mutter, ein quirliges Trollmädchen, ein Bauernbursche oder der Bergkönig, Melles sprang von einer Figur zur anderen und glitt doch nie ins Lächerliche. Als Solveig rührte sie die Zuschauer zu Tränen, was nicht zuletzt an ihrem Bühnenpartner Cornelius Obonya lag. Dieser schuf einen Peer Gynt in wenigen Sätzen so ganz und gar, so schroff und doch liebenswert, wie es oft in mehrstündigen Aufführungen nicht gelingt.“ (APA)

 

 

Vorstellungen

Derzeit keine