Ballett

Nussknacker und
Mäusetraum

(Ballett)

Choreographie von Jörg Weinöhl

Musik von Peter I. Tschaikowski


Content

Am Weihnachtsabend gibt es Geschenke. So viel scheint sicher für die Kinder in unserer europäischen Welt – egal, wie groß oder klein diese auch ausfallen mögen. Doch an welchem Punkt beginnt für ein Kind die Welt ins Wanken zu geraten? Überflutet nicht manchmal die kindliche Phantasie die Realität, in der sich die Erwachsenen scheinbar so souverän bewegen? Und was passiert, wenn die Phantasie nicht Traum, sondern Wirklichkeit zu sein scheint, in der sich Geschichten abspielen und bekannte, vertraute Personen agieren, nur irgendwie anders als gewohnt?

In der Arbeit zu Peter I. Tschaikowskis „Der Nussknacker“ erforscht Jörg Weinöhl eine kindliche Perspektive und Logik, in der beiläufig dahingesagte Worte der Erwachsenen riesige Auswirkungen auf ein Kind haben können, eventuell Ängste auslösen und Strategien erfunden werden müssen, diesen mutig zu begegnen. Die eindrucksvolle, manchmal überwältigende und ebenso spielerische Musiksprache von Tschaikowski wird die Lupe sein, tiefere Schichten des Ursprungstextes „Nussknacker und Mausekönig“ von E. T. A. Hoffmann zu untersuchen und spielerisch in Tanz und Bühnengeschehen zu transformieren: Clara bekommt am Weihnachtsabend einen Nussknacker von ihrem Paten Droßelmeier geschenkt, der behauptet, er sei der Erfinder der Mausefalle. In ihren Träumen vermischen sich die abstrusen Erzählungen ihres Onkels und die Erlebnisse des Weihnachtsabends mit ihrer kindlichen Phantasie.

 

 

 

Nachgespräch

Do 19. Jan 2017

Galeriefoyer

Besetzung

Pressestimmen

„Ballettnuss, wunderbar geknackt! Ein Weihnachtsklassiker, in der Grazer Oper großartig dargeboten: Tschaikowskis Nussknacker als getanzter Traum.“ (Kleine Zeitung)

 

„Robin Engelen leitete das Grazer Philharmonische Orchester sicher und ohne Scheu vor leidenschaftlichen Ausbrüchen durch den sehenswerten Abend.“ (APA)

 

„Die Premiere kommt also gerade richtig. Auch weil der Tanzchef der Grazer Oper, Jörg Winöhl, gewissermaßen die goldene Mitte wählt. Er adaptiert das Handlungsballett behutsam, reichert die Musik um weitere Stücke Tschaikowskis an, gibt dem Märchen einige analytischen Überlegungen bei, darüber wie ein Kind die einigermaßen unbegreifliche Welt der Erwachsenen träumend verarbeitet.“ (Kronen Zeitung)

 

„Im Zentrum steht die kindliche Clara (fabelhaft getanzt wie gespielt von Clara Pascual Martí), deren kreativer Geist noch nicht von der Konventionalität der Gesellschaft um sie herum erfüllt ist. Die Personen ihrer Umgebung werden zu Figuren ihrer Fantasie: Der vermeintliche Erfinder der Mausefalle, Herr Droßelmeier (der brilliante William John Banks) wird zum bitteren Bösewicht ihres Albtraumes, und der Nussknacker (knackig João Pedro de Paula) erwacht für subtil erotische Szenen zum Mann.“ (Kleine Zeitung)

 

 

   „Die ausgezeichneten Tänzerinnen und Tänzer lassen ihre individuelle Note in die Figuren einfließen und machen den Abend dadurch bunt. Clara Pascual Marti ist eine reizende, überschäumende Clara, die Kindlichkeit an der Schwelle zum Erwachsenwerden zeigt. Elegant in ihren Bewegungen die Eltern (Miki Wakabayashi, Fabio Toraldo), ausdrucksstark der Großvater (Simon Van Heddegem), charmant-gefährlich Droßelmeier (William John Banks), verspielt und zackig der Nussknacker (Joao Pedro de Paula). Die kleinen Mäuse der Ballettschule sind putzig, die großen Mäuse (besonders Emily Grieshaber, Sigrid Glatz und Bruna Diniz Afonso) eine Klasse für sich.“ (APA)

 

 

„[…] Jörg Weinöhl lässt dem Nussknacker seinen goldenen, winterlich-prächtigen Rahmen, seine klassische Anmutung. […] Es ist eine romantische Falle, in die man allzu gerne tappt.“ (Kronen Zeitung)

 

 

Bühnenbild und Kostüm sprechen eine klare Sprache. Saskia Rettig lässt die Mäusefallen in Claras Fantasie als überdimensionales Gebäude erstehen, in dem sich Wundersames abspielt.“
(Kleine Zeitung)

 

   „Wunderschön traumverloren ist das Ende des ersten Akts, wenn die Eltern in diffusem Licht einen Hauch von Erotik in ihren Tanz bringen dürfen. […] Jörg Weinöhl zeigte eine kindliche Welt, mit all ihren unverständlichen Dingen, Ängsten und Wundern. Die Bewegungen leugnen nicht ihre klassischen Wurzeln, werden aber in eine moderne Tanzsprache übersetzt und ergänzt von ungewöhnlichen Bewegungsabläufen, die über reine Verzierungen weit hinausgehen und auch Humor zulassen.“ (APA)

 

 

„[…] Das Publikum wird hineingezogen in eine Hitparade der Ballettmusik, vom Grazer Philharmonischen Orchester unter Robin Engelen prägnant realisiert.“ (Kleine Zeitung)

 

„Clara Pascual Martí als Kind Clara, João Pedro de Paula als Nussknacker, William John Banks als Droßelmeier […], Fabio Toraldo, Miki Wakabayashi, Simon Van Heddegem, Bárbara Flora als Claras Familienmitglieder – sie alle bis hin zu den reizenden Tanzmäusen der Ballettschule machen aus der Produktion, die auch sehr von Saskia Rettigs Ausstattung profitiert, einen Erfolg.“
(Kronen Zeitung)

 

 

„Köstlich humorvolle Einlagen, wie etwa Claras Bruder, der nicht tanzen will (höchst überzeugend: Alessandro Giovine), und die Inszenierung der älteren Generation in Claras Familie (u.a. Simon Van Heddegem), machen den Abend zu einem Traum, aus dem das Publikum in der Grazer Oper am Ende begeistert und jubelnd erwacht.“ (Kleine Zeitung)

 

„[…] Nach vielen Jahren wieder in der Grazer Oper zu sehen, und zwar in einer spannenden, frischen Fassung. […] In klaren, poetischen Bildern wurde die Geschichte vom Traum der kleinen Clara erzählt, originell und gekonnt von Choreograf Jörg Weinöhl in Szene gesetzt.“ (APA)

Wissenswertes rund um die Produktion

Vorstellungen

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