Oper

Kurzgenuss

Il combattimento di Tancredi e Clorinda

Claudio Monteverdi

Die Oper Graz ruft in Kooperation mit der Kunstuniversität Graz das neue Format „Kurzgenuss“ ins Leben, die den besonderen Charme klein besetzter Werke erlebbar machen.


Content

In der Orangerie im Burggarten kämpfen Tancredi und Clorinda um Leben und Liebe: Der christliche Kreuzfahrer Tancredi hält die sarazenische Kriegerin Clorinda, seine Geliebte aus dem feindlichen Lager, in ihrer Rüstung für einen Mann und fordert sie zum Kampf. Tancredi versetzt Clorinda einen tödlichen Schlag und erkennt sie erst, als er ihren Helm abnimmt. Im Sterben nimmt Clorinda den christlichen Glauben an.

 

Zugang zur Orangerie durch den Hof der Burg!

Besetzung

Pressestimmen

„Dargestellt wird das Liebespaar einerseits von den Sängern Birgit Stöckler und Mario Lerchenberger, beide noch Studenten an der Kunstuniversität in Graz. Glücklicherweise hat man sich für das Hinzufügen zweier weiterer Madrigale entschieden, von denen je eines Stöckler und eines Lerchenberger darbot, denn sonst hätte man nicht besonders viel von den beiden genießen dürfen. In Il Combattimento… liegt der Hauptpart beim Erzähler, die zwei Hauptrollen werfen nur hin und wieder eine Phrase ein. Stöckler hat ihre Sache sehr gut gemacht: sie hat wunderschön gesungen, ihre Stimme ist weich, hell und glockenrein, da lässt sich schon ein großes Potential erkennen. Man darf gespannt sein, wie sie und ihre Stimme sich weiterentwickeln. Die Rolle der noblen und starken Kriegerin steht ihr zudem auch ausgezeichnet. Lerchenbergers recht heller Tenor passt von der Stimmfarbe gesehen bestens zu Stöckler. Stimmlich fügt er sich nahtlos in die Musik des Barock ein. Außerdem schafft er es, das Publikum in den Moment, in welchem Tancredi bemerkt, was er getan hat, mitzunehmen und so lässt er einem das Blut in den Adern stocken.“ (Der neue Merker)

 

„Martin Fournier aus dem Ensemble der Oper Graz führt als Erzähler durch den Abend. Er scheint genau verinnerlicht zu haben, wie man im Stile des Barocks zu singen hat und es war wirklich eine Freude, ihm zu lauschen. Auch an Emotionen fehlte es in seiner Darbietung nicht.Ebenso stellten die Tänzer Challyce Brogdon und Xianghui Zeng das Liebespaar Tancredi und Clorinda dar. In der Inszenierung und Choreographie Brogdons stellen die Tänzer mal das Innenleben der Liebenden dar – so während des längeren Instrumentalteils am Anfang – und übernehmen einen großen Part in der Kampfszene. So kommt richtig viel Schwung in diese explosive Szene und der tödliche Kampf wird zum Leben erweckt. Brogdon und Zeng tanzen ohne Rücksicht auf Verluste, geben alles und fügen dem Stück eine neue, dynamische Ebene hinzu.“
(Der neue Merker)

 

„Die Grazer Version war exzellent einstudiert und die beiden Gesangsstudierenden Birgit Stöckler und Mario Lerchenberger haben in der Bewegung Außerordentliches geleistet. […] Dem Tenor Mario Lerchenberger gelang eine stimmlich und stilistisch ausgezeichnete Wiedergabe von Donna nel mio ritorno. Die Sopranistin Birgit Stöckler bewältigte mit Anstand Ecco mormorar l’onde. Beim Hauptstück des Abends – Il combattimento di Tancredi e Clorinda – traten noch Ala Yakusheuskaya mit dem Contrabasso da gamba und Julian Gaudiano am Clavicembalo zu den Instrumentalisten des ersten Teils. Unter der unaufdringlichen, aber stets präsent-führenden Hand von Susanne Scholz gelang es überzeugend, die kontrast- und farbenreiche Monteverdi-Musik zum Leben zu erwecken. Und hier war nun auch der bisher stumme „Haushofmeister“ als berichtender Testo wirklich am rechten Platz. Martin Fournier, den man seit Jahren im Grazer Ensemble in vielen kleinen und mittleren Charakterrollen erleben kann, ist hier in diesem Rahmen und in dieser Musik ideal eingesetzt. Mit plastischer Gestaltung des Textes bei gleichzeitiger Neutralität des Erzählers und schöner stimmlicher Phrasierung überzeugte er vollends.“
(Der Opernfreund)

 

„Am Ende gab es lebhaften, ja stürmischen und langanhaltenden Beifall, in den auch Elke Steffen-Kühnl einbezogen wurde, die stimmungsvolle Kostüme beisteuerte. Es war eine höchst begrüßenswerte Kooperation zwischen Oper und Kunstuniversität – es war ein einhelliger und großer Erfolg. Wer nicht dabei war, der sollte unbedingt versuchen, für eine der weiteren Aufführungen eine Karte zu bekommen!“
(Der Opernfreund)

Vorstellungen

Derzeit keine