Oper

OpernKurzgenuss

Hotel Elefant

1906: Salomes Hüllen fallen– ein nicht ganz seriöser Dokumentar-Abend

 

Die Oper Graz ruft in Kooperation mit der Kunstuniversität Graz das neue Format „OpernKurzgenuss“ ins Leben, die den besonderen Charme klein besetzter Werke erlebbar machen.


Content

Wo nächtigt die Crème de la Crème im Jahr 1906 in Graz? Natürlich im Hotel Elefant! Alles, was in der Musikwelt Rang und Namen hat, reist zur Sensation des Jahres an: Richard Strauss‘ Oper „Salome“ steht auf dem Programm. Kurz nach der skandalumtosten Uraufführung in Dresden findet die österreichische Erstaufführung nicht etwa in Wien statt, sondern in Graz – ja, Schleckerbatzl!

 

Alle sind sie da: Giacomo Puccini, Arnold Schönberg, Alexander Zemlinsky, Alban Berg, Gustav Mahler und seine Alma, und natürlich Richard Strauss höchstselbst! Man schläft und diskutiert im Hotel Elefant bis in die späten Morgenstunden: mal mehr, mal weniger intellektuell, mal mehr, mal weniger angeschwipst. Über Oscar und Otto, Freud und Frauen, Erniedrigung und Ekstase!

 

Nicht nur das Hotel – die ganze Stadt brodelt: Von der Sporgasse bis zum Schauspielhaus, vom Geidorfplatz bis zur Mur: in keinem Café wird nicht kontrovers über die „Salome“ diskutiert: Ein Opernstoff, pervers und prall voller unverhüllter Erotik.

 

Reisen Sie mit dem Ensemble der Oper Graz, Studentinnen und Studenten der KUG zurück in das Jahr 1906 und gehen Sie mit auf Spurensuche durch diese eine Nacht der Nächte …

Besetzung

Konzeption und Inszenierung
Dramaturgie
Musikalische Einstudierung

 

feminine Alma
depressive Alma
empanzipierte Alma
historische Alma
Giacomo Puccini / Gustav Mahler / Richard Strauss / Alexander Zemlinsky / Arnold Schönberg / Alban Berg
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Pressestimmen

„Es ist eine von Maris Skuja am Klavier gesteuerte Revue mit Liedern von Zemlinsky, Puccini, Strauss, Berg und Mahler. Die Herren Neven Crnić, Martin Fournier, Dariusz Perczak, Martin Simonovski und János Mischuretz dürfen brillieren, wenn sie den umwerfenden Wilfried Zelinka als Zimmerwirt Benoît abfüllen. Am Ende stehen der unvergängliche Sarkasmus Tom Lehrers und seines Alma-Liedes und die schwüle Fin-de-siècle-Erotik in ihrer musikalischen Schwundstufe, bei Robert Stolz‘ Schlager Salome. Ein Vergnügen.“ (Kronenzeitung)

 

„Die junge Sopranistin Sonja Sarić stellt die historische Alma dar und singt ein Puccini- und ein Berg-Lied. Es ist eine Freude gewesen, sie ganze Lieder singen zu hören, da sie bisher eher kleinere Rollen an der Grazer Oper innehatte. Nächste Saison kommt eine Gräfin für sie, darauf darf man freudig gespannt sein! Ihr Sopran ist so weich und mühelos in den Höhen und die Farbe ihrer Stimme hat etwas ganz eigenes, was sie zu etwas besonderem macht.        Yuan Zhang betörte mit ihrem vollen Mezzosopran in Alma Mahlers Laue Sommernacht. Tetiana Miyus sang aus Zemlinskys Der Zwerg: Ghita, er weiß von nichts, wobei es besonders schön war, sie jetzt in diesem intimen Rahmen mit dieser Arie nur mit Klavierbegleitung zu erleben. Natalya Ryabova strahlte vor Allem mit dem Lied Blaues Sternlein ebenso von Zemlinsky mit den glitzernden Diskokugeln um die Wette. Bariton Dariusz Perczak begeisterte mit Ich hab ein glühend Messer aus Lieder eines fahrenden Gesellen von Mahler, der übrigens unter Anderem köstlich von János Mischuretz dargestellt wurde, mit Wilfried Zelinkas Darbietung des Liedes Entbietung von Zemlinsky konnte man nur seine helle Freude haben. Neven Crnić, ab nächster Saison dem Opernstudio angehörend, sang Lieben, Hassen, Hoffen, Zagen aus Ariadne auf Naxos, was er mit schauspielerischem Talent und schmissig darbot. Auch Oscar Wilde (nicht nur für Salome, sondern auch für den Stoff von Zemlinskys Der Zwerg verantwortlich), gespielt von Florian Kutej, hatte seinen Auftritt und sorgte für Lacher. […] Wieder ein außergewöhnlicher Abend in der Reihe Kurzgenuss der Oper Graz, inklusive Bauchmuskelkater vom vielen Lachen und leichtem Kopfweh vom Blue Elephant. Schade, dass es nur mehr 3 Folgevorstellungen gibt. Im Juni folgt dann die für diese Saison letzte Produktion aus dieser Reihe: Das Telefon findet dann auf der berühmten Murinsel statt und kommende Saison geht es weiter mit Oper an ungewöhnlichen Orten.“ (Der neue Merker)

 

 

„Hier stimmt wirklich alles. Diese Kurzoper ist wahrlich ein Genuss, der alle Sinne anspricht. Hotel Elefant spielt im Jugendstil-Graz des Jahres 1906 und bricht auf frische Art mit allen Konventionen. […] Das Grazer Hotel Wiesler, im Jugendstil erbaut 1909, könnte nicht geeigneter sein, die Kostüme von Silke Fischer sind so stilvoll wie der süffige Cocktail, der eigens für die Produktion kreiert wurde. Glänzend begleitet von Pianist Maris Skuja agiert das Ensemble, eine gut gewählte Mischung der hiesigen Kunstuni- und Opernszene, durchaus frivol und prüft keck die Lachmuskeln des Opernpublikums. […] Es entspinnt sich ein klug überlegter Abend voller historischer Anspielungen und wohl platzierter Fiktion, ersonnen von Marlene Hahn und Günter Fruhmann, die sich selbst von einem bereits verstorbenen Oscar Wilde noch Zitate borgen. Als Grazer will man diese Dinge wirklich wissen und sieht die eigene Stadt mit anderen Augen … glasig vom Cocktail und feucht von den vielen gelachten Tränen.“ (Kleine Zeitung)

 

 

„Maris Skuja und Günter Fruhmann leiten das Opernstudio der Oper Graz und haben gemeinsam mit den Dramaturgen Marlene Hahn und Jörg Rieker sowie der Ausstatterin Silke Fischer ein charmantes Konzept entwickelt, um die Opernschickeria dieser emotional aufgeladenen Zeit vor dem 1.Weltkrieg aufleben zu lassen – und vor allem, um damit auch den jungen Künstlerinnen und Künstlern eine wirkungsvolle Auftrittsmöglichkeit zu schaffen. Da erlebte man also aus dem Opernstudio Sonja Šarić (Sopran), Yuan Zhang (Mezzosopran), Dariusz Perczak (Bariton), Martin Simonovski (Bass) sowie von der Kunstuniversität Natalya Ryabova (Sopran) und Neven Crnić (Bariton, der in der nächsten Saison in das Opernstudio übernommen wird und schon den Schaunard singen wird). Dazu kam noch der Jungkabarettist Florian Kutej als Oscar Wilde. Diese Nachwuchsschar ergänzten vier Routiniers des Hausensembles: Tetiana Miyus, Martin Fournier, János Mischuretz und Wilfried Zelinka. […] Es war ein etwa 80 Minuten dauerndes vergnügliches Salonkonzert für rund 60 Gäste in angenehmer Hotelsaalatmosphäre mit einem geistvoll und anregend zusammengestellten Programm.“
(Der Opernfreund)

Wissenswertes rund um die Produktion

Vorstellungen

Derzeit keine