Oper

Der Barbier von Sevilla

Gioachino Rossini

Melodramma buffo in zwei Akten, Libretto von Cesare Sterbini nach dem Schauspiel von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln


Content

Graf Almaviva hat sich unsterblich in Rosina verliebt. Ihr Vormund Doktor Bartolo jedoch bewacht sie strengstens, denn auch er begehrt sie und beabsichtigt, sie mitsamt ihrem beträchtlichen Vermögen zu heiraten. Da bedarf es schon der Hilfe des gewitzten Figaro, des Barbiers von Sevilla, der nun den Grafen in unterschiedlichste Rollen, sei es als Soldat, sei es als Musiklehrer, schlüpfen lässt, um ihm Zutritt zum Hause Bartolos zu verschaffen. Briefe, Schlüssel und Geldbörsen wechseln den Besitzer, und gestützt durch Gioachino Rossinis sublime Melodik, pointierte Rhythmik und hintergründigen Humor gelingt es schließlich, Almaviva und Rosina ihr Eheglück finden zu lassen. Erstmals an der Oper Graz inszeniert Axel Kohler, der als Countertenor internationale Erfolge gefeiert hat, so bei den Salzburger Festspielen, in Dresden, Hamburg und am Royal Opera House Covent Garden. Im Jahre 2000 gab er sein Debut als Regisseur, und mittlerweile sind seine erfolgreichen Inszenierungen in Deutschland, Österreich und Italien zu sehen.

 

Die Oper Graz wird am 24. April 2016 um 15 Uhr bei der Vorstellung von Gioachino Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes mit dem Odilien Institut in Graz erstmals in Österreich eine Oper mit Audiodeskription auf die Bühne bringen. Audiodeskription vermittelt durch knappe präzise Beschreibungen das Geschehen auf der Bühne. Die Zusatzkommentare werden in ausgewählten Gesangspausen live eingesprochen. Das blinde und sehgeschädigte Publikum empfängt die Informationen mittels Audioguide und Kopfhörer. Die Erstellung der Audiodeskription und die Live-Einsprache realisiert für die Oper Graz audiodeskript A. Nicolai & A. Fichert GbR.

In dieser besonderen Vorstellung werden sehbehinderte und blinde Menschen im Publikum anwesend sein. Mit Hilfe präziser Beschreibungen vermittelt ein eigens dafür engagiertes Team das Handlungsgeschehen auf der Bühne, ohne den Musikgenuss zu stören. Simultan und situationsbezogen werden die Erläuterungen zwischen den Gesangspausen eingesprochen. Zusätzlich werden wir vor der Vorstellung (13 Uhr) einen Parcours mit Kostümen und Perücken, Requisiten, etc. aufbauen, wo die sehbehinderten Menschen die Möglichkeit haben, die Utensilien zu „begreifen“ und haptisch wahrzunehmen.

 

Besetzung

Pressestimmen

„Die neue Deutung des ‚Barbiers‘ in der Inszenierung von Axel Köhler geriet (…) wohltuend komödiantisch und kurzweilig. (…) Dass Köhler neben allem Amüsement den Charakteren eine zweite, tiefere Deutungsebene gibt, die auch musikalischen Ausdruck findet, ist ein weiterer Pluspunkt der Produktion. Unter der Leitung des ersten Kapellmeisters Robin Engelen musizierte das Grazer Philharmonische Orchester mit Leichtigkeit, Eleganz und Esprit (…). Überzeugend auch die gesanglichen Leistungen – vom Herrenchor der Oper und den Nebenrollen (…) bis zu den Hauptrollen.“ (Kleine Zeitung)

 

„Im Rahmen dieser wuchernden Bilderwelt erzählt Köhler die Komödie relativ konventionell, aber mit präziser Figurenzeichnung: Rosina, von Anna Brull mit schönen Mezzo-Farben und kapriziöser Agilität ausgestattet, ist das launenhafte Mündel, das seinen Erzieher Bartolo an Durchtriebenheit längst überflügelt hat. Dem kahlköpfigen Vormund Bartolo (…) verleiht Wilfried Zelinka enorme Bühnenpräsenz. (…) Isaac Galán hat die vokale Energie und Spielfreude, die es für einen Figaro braucht. Peter Kellner ist ein auch stimmlich exzellenter Basilio, was ebenso für den Almaviva von Tansel Akzeybek gilt.“ (Kronen Zeitung)

 

„Eine ‚Maschine der Verrücktheit‘ sieht Robin Engelen im Barbier von Sevilla am Werk. Der neue Erste Kapellmeister der Oper Graz ließ am Premierenabend diese Maschine mit dem Orchester imposant anrollen: mit beherzten Tempi einschließlich flexiblem Feintuning, einem meist gestochen scharfen Klangbild, minutiös auf Farbwirkungen und Kontraste abgestimmt.“ (Der Standard)

 

„Angesichts der optischen Üppigkeit ist es bewundernswert, dass weder Orchester noch Sänger untergingen, sondern ganz im Gegenteil die Aufmerksamkeit der Zuschauer immer wieder charmant auf sich zogen.“ (Bachtrack)

 

Wissenswertes rund um die Produktion

Vorstellungen

Derzeit keine