Oper

Carmen

Georges Bizet

Opéra comique in drei Akten, Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halevy, Dialoge von Stefan Herheim und Alexander Meyer-Dörzenbach

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln


Content

Das lateinische „carmen“ bedeutet „Liedgesang“, „Zauberdichtung“, „Orakelspruch“ und löst die Grenzen zwischen den Welten auf: im Lied zwischen Text und Musik, in der Zauberdichtung zwischen Wirklichkeit und Phantasie, im Orakelspruch zwischen den Zeiten. Genau diese Grenzüberschreitung wird auch in Georges Bizets 1875 uraufgeführter „Carmen“ gezeigt: Schmuggler, Offiziere, Toreros und Zigeuner werden pittoresk zwischen Gesetz und Verbrechen, Pflicht und Vergnügen, Leben und Tod, Liebe und Leid gesetzt. Stefan Herheim, vom Grazer Opernpublikum für seine Inszenierungen beispielsweise von „Rusalka“ und zuletzt „Xerxes“ gefeiert, siedelt die Oper in einer musealen Kunst-Arena an, deren Ebenen zwischen Ideal und vermeintlicher Realität wetteifern. Sexuelle Hörigkeit, dämonische Angst, lustvolles Verlangen, Freiheitsträume und das, was man Liebe nennt, sind Motivatoren, Carmen einen Rahmen zu geben, doch zu fassen ist sie nicht. Sie ist die Projektionsfläche, ein schillernder Traum, ein Bild, das für den Moment der Betrachtung alles verspricht und doch nur die Sehnsucht der Betrachter reflektiert.

Pressestimmen

„Stefan Herheims bildgewaltige „Carmen“-Reflexion bekommt nun aber „Konkurrenz“: Dirk Kaftan und die Grazer Philharmoniker stehlen der irrwitzigen, gescheiten Regie die Show.“  (Kronen Zeitung)

 

„Christiane Lutz war für die präzise szenische Einstudierung verantwortlich und gerade im wiederholten Zuschauen konnte man die Regieeinfälle Herheims genießen, die bei aller Originalität und Exzentrik schlüssig sind und höchst stimmig zur Musik passen.“ (Kleine Zeitung)

Wissenswertes rund um die Produktion

Vorstellungen

Derzeit keine