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Oper Graz
PROGRAMM
Sladko Suite

Sladko Suite

Darrel Toulon

Termine, Besetzung, Tickets

Ein Stück für 11 Tänzer und 1 Musiker von Darrel Toulon

Nächste Vorstellung: 09.09.2010 20:00 bis ca. 21:00


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Im Anschluss an den Auftritt Edward Clugs und der Tänzer des Slowenischen Nationaltheaters Maribor bei der 1. Internationalen Tanzgala in der Oper Graz entstand die Idee, die beiden benachbarten Tanzkompanien und deren Chefchoreographen näher aneinander zu binden.
Als Initialprojekt brachte Edward Clug im Juni 2010 mit den Grazer Tänzern sein Tanzstück "Sketches" heraus, während Darrel Toulon im September 2010 seine Choreographie "Sladko Suite" mit zehn Ensemblemitgliedern aus Maribor ebenfalls auf der Grazer Studiobühne entwickelt. Beide Stücke zusammen werden schließlich im April 2011 im Slowenischen Nationaltheater Maribor zu einem zweiteiligen Abend zusammengefasst.

"Alles begann mit meiner Neugier auf die Tänzer aus Edward Clugs Ensemble. Ich wollte die Menschen kennenlernen, die Persönlichkeiten aus den Tänzern locken. So vieles im klassischen Tanz unterbindet das Ich, lässt die Person verschwinden, um ein Ideal zu erreichen. Was mich aber immer interessiert, ist die Person, der Mensch ohne Maske... nicht so sehr die Bewegung, sondern vielmehr, wo eine Bewegung herkommt.
Das Zusammenspiel von Tanz und Ton, von Bewegung und Musik, von Stimme und Körper wird mir überdies zunehmend wichtig. Wie »klingt« ein Gestus? Wie viel Melodie vermag eine Bewegung zu tragen?
Mit einem live spielenden Musiker, gleichzeitig Komponist und Performer, habe ich einen Partner gewonnen der - als Teil des Ensembles - auch seinen Soundinput beisteuert und -innerhalb der Parameter des Stückes - das gesamte Oeuvre mitlenkt.
Klänge, Rhythmen, Melodien, die nicht nur vom Musiker, sondern auch von den Tänzern stammen, bauen eine Partitur, die sogar den großen »Ballettkomponisten« mit einschließt, wenn auf einmal die sehnsüchtigen Töne aus Schwanensee eine Traumwelt herbeizaubern." (Darrel Toulon)

Sladko Suite
Choreographie Darrel Toulon
Musik Reinhard Ziegerhofer
Operabalet Maribor
Ausstattung Vibeke Andersen
Bild & Video Herwig Baumgartner

Premiere: Sonntag, 5. September 2010, 20.00 Uhr
Vorstellungen: 8., 9., 10., 11. und 12. September 2010, jeweils 20.00 Uhr,

Pressestimmen

AUGENWEIDE MIT OHRENFREUDE
Darrel Toulons "Sladko Suite" für elf Tänzer aus Maribor, den Bassisten Reinhard Ziegerhofer und Videovisionen, hat das Zeug zum Hit.
Aus der rund vierzigköpfigen ausgezeichneten Compagnie des Nationaltheaters Maribor hat der Grazer Ballettchef Darrel Toulon mit dessen Ballettdirektor Edward Clug eine erlesene Schar junger Tänzer gekapert, die scheinbar improvisatorisch ihrem Mut zur Performance freien Lauf lassen.
Beziehungen und Liebe, Gruppendynamik und Jux, Erwartung, Erregung, Einsamkeit in der Menge laufen da Parcours.
Alles mit ästhetischer Leichtigkeit entfaltet, getragen auch von dem aktiv mitmischenden Ausnahme-Musiker Reinhard Ziegerhofer.Da trifft ein harter E-Bass auf eine Machismo-Rauferei, dort singt die Gitarre den "Rosaroten Panther" oder gar der virtuos gestrichene Kontrabass eine Sehnsuchtsmelodie à la "Schwanensee", welcher ironisch auch im Videoteppich von Herwig Baumgartner zitiert wird. (...)
(Kleine Zeitung)

DIE SÜßE DES DIALOGS
mit den Tänzern des Slowenischen Nationaltheaters Maribor hat Darrel Toulon, Chef des Grazer Opernballetts, im Zuge von "Meeting Maribor" das Stück "Sladko Suite" erarbeitet. Darin beschäftigt er sich mit der süßen Kunst der Selbstdarstellung und deren bitter-süßen Geschwistern Dialog und Kompromiss.
Die Tanzkompanie ist, wie schon in früheren Produktionen, Ausgangspunkt für Darrel Toulon. Ein multilinguale und -kulturelle Gruppe steht da auf der Bühne (...) Mit dem Auftritt des Musikers (Reinhard Ziegerhofer) treten Tanz und Musik in eine Form des kämpferisches Dialogs, der mit Videoeinspielungen (Herwig Baumgartner) gebrochen wird. (...) Fragen des Selbst- und Fremdwahrnehmung, Dialogfähigkeit und Kongruenz wirft "Sladko Suites" auf und bietet - perfekt dargestellt von den Tänzern aus Maribor - die Vielschichtigkeit als Antwort.
(Kronen Zeitung)