L'elisir d'amore |
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Melodramma giocoso in zwei Akten
Libretto von Felice Romani
(in italienischer Sprache – mit deutschen Übertiteln)
Eine Koproduktion mit Palau de les Arts Reina Sofía, Valencia, und Teatro Real Madrid
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Nächste Vorstellung: 15.11.2012 19:30 bis ca. 22:00
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Kurzvideo L'elisir d'amore
GALERIEN:
Der junge, naive Nemorino liebt die reiche und launische Adina, die allerdings von seinen Gefühlen nichts wissen will. Für sein letztes Geld lässt er sich vom Quacksalber Dulcamara einen Liebestrank aufschwatzen, doch noch immer ist Adina unbeeindruckt und plant die Hochzeit mit dem schneidigen Militär Belcore. In seiner Verzweiflung lässt sich Nemorino als Soldat anwerben, um vom Handgeld eine zweite Flasche des Liebestranks kaufen zu können. Jetzt endlich gesteht sich Adina ihre Gefühle zu Nemorino ein und kauft ihn frei. Belcore ist sich gewiss, das Herz einer anderen Schönen zu gewinnen, und Dulcamara verweist auf den sicheren Erfolg seines Liebestranks.
»L’elisir d’amore« zählt zu jenen Werken der Opernliteratur, die sich der kontinuierlichen Zustimmung des Publikums erfreuen dürfen. Was schon 1832 das Mailänder Uraufführungspublikum begeisterte, ist die gekonnte Mischung aus umwerfender Komik und tief empfundener Menschlichkeit, die nicht nur Adina eine Träne ins Auge zaubert. Um diese überzeitlich gültige Wahrhaftigkeit der Gefühle deutlicher zur Geltung zu bringen, transferiert der italienische Regisseur Damiano Michieletto in seiner quirlig-bunten Inszenierung das Geschehen von einem baskischen Bergdorf des 18. Jahrhunderts in unsere Gegenwart.
Vorstellungen
17.11., 21.11., 28.11., 1.12., 6.12., 9.12. (15.00 Uhr), 12.12., 18.12., 11.1., 1.2., 1.3., 4.4., 7.4. (15.00 Uhr), 13.4., 11.5., 15.5. und 6.6.
Beginn jeweils 19.30 Uhr, sofern nicht anders angegeben
Pressestimmen
„Ein komödiantisches Meisterstück“
Dass man sich an der Salzach um den Komödienregisseur reißt, ist verständlich. Sein „Elisir d’amore“ ist als bis ins Detail stimmige Posse angelegt, deren Witz von einer Fülle präziser Beobachtungen genährt wird. (…) Sowohl die Bühne (Paolo Fantin) samt aufblasbarer Palmenlandschaft und Rutsche und die schrillen Kostüme (Silvia Aymonino) passen exakt.Und man hat Sänger und Choristen, die das alles mit Leben erfüllen. (…) Andrè Schuen (Belcore) und der mitunter brutale Töne einstreuende Wilfried Zelinka (Dulcamara) sind ein komödiantisches Erlebnis. (…) José Esandi lässt die Grazer Philharmoniker oft mitreißend dahinflirrende Tempi einschlagen und dreht bei so mancher Schlusssteigerung richtig auf. (Kronen Zeitung)
„Funkelnde Pointen“
(…) José Miguel Esandi (…) führt das Grazer Philharmonische Orchester zu federleichter Rhythmik und pointierter Eleganz, lässt mit Feinschliff die instrumentalen Pointen funkeln und beweist viel Gespür für die hinter der beschwingten Heiterkeit lauernde Melancholie…
Margareta Klobučar brilliert als attraktive, selbstbewusste, kokette und letztlich tief empfindende Adina. Ihrem kristallklaren, höhensicheren, bei Bedarf auch zu empfindlicher Schärfe fähigen Sopran haftet nichts Soubrettenhaftes an. (…) Andè Schuen trumpft als Belcore mit einem einnehmenden, unwiderstehlichen Prachtbariton auf. Wilfried Zelinkas Bass verfügt nicht nur über die nötige Beweglichkeit für die vielen raschen Parlandopassagen, sondern auch über die schwarzen Töne, um die Gefährlichkeit dieses Dulcamara vokal zu beglaubigen. Tatjana Miyus macht als Giannetta mit Nachdruck auf sich aufmerksam, der Chor verbindet szenischen Spaß mit musikalischer Präzision. (Kleine Zeitung)
„ Und alles passt“
(…) Margareta Klobučar stellte wieder einmal ihre uneingeschränkte Bühnensicherheit und ihr stimmliches und stilistisches Können unter Beweis. Antonio Poli (…) besticht nicht nur mit jugendlicher Attitude, sondern vor allem mit seinem ruhig und kultiviert geführtem Tenor, der zu schönen Nuancierungen fähig ist. (…) Andrè Schuen mit vielversprechendem Bassbariton, großer Spielfreude und augenzwinkerndem Bella-Italia-Klischee. (Dulcamara) ist ein eher gefährlicher Typ – seine Auftritte sind großes Theater, voller Energie, Zynismus, und sie werden zu Bravourstücken für den vielseitigen Wilfried Zelinka. (Der Standard)
„Unbedingt hingehen und schauen und hören!“
(…) Margareta Klobučars Spiel trifft diesen leicht hochmütigen Frauencharakter, der letztlich dem Charme des unbeholfenen Nemorino erliegt, hervorragend (…) überzeugt durch eine souveräne stimmliche Gestaltung in allen Facetten, die in dieser Partie liegen – eine exzellente Gesamtleistung, nicht nur unter dem Gesichtspunkt des kurzfristigen Einspringens. (…) Aber auch die drei männlichen Partien waren ausgezeichnet (…): Wilfried Zelinka hat im Dulcamara eine ideale Rolle gefunden, (…) bewältigt die heikle Lage dieser Partie mit Bravour. (…)
…man muss kein Prophet sein um ihm (Antonio Poli) eine große internationale Karriere vorherzusagen. Die warme Stimme ist in allen Lagen ausgewogen, wird nie forciert und wird in bester Belcanto-Manier geführt. Dazu ist er ein charmanter und uneitler Darsteller.
Die Szenen zwischen Dulcamara und Nemorino waren ein Hochgenuss!
Andrè Schuen (…) mit begnadetem, dunkel timbriertem (Bass)Bariton, der in Graz neuerlich für begeisterten Beifall sorgte. (…) Auch ihm kann man zweifellos eine schöne Karriere prophezeien.
Dazu kam der Opernchor (Leitung: Bernhard Schneider) mit klangschöner Präzision und besonderer Spielfreude. Das Grazer Philharmonische Orchester spielte unter der Leitung von José Miguel Esandi spannungsreich und garantierte Italianità und Brio. Unbedingt hingehen und schauen und hören! (Der Opernfreund.de)
Kritik
„Aufführung auf hohem musikalischem Niveau“
(…) in dieser Version stimmt alles zusammen, keine Aktion wirkt aufgesetzt. Regisseur Michieletto (…) konnte sich dabei auf Sänger stützen, die dem Konzept auch darstellerisch Leben einhauchten. Margareta Klobučar überzeugte mit sicher geführter Stimme und schönen Bögen (…). Ein sympathischer, fröhlicher Nemorino war Antonuio Poli, der bei „Una furtiva lagrima“ zeigen konnte, dass er nicht nur ein stimmlich sicherer Spaßvogel ist, sondern auch über Schmelz und Ausdruck verfügt. Wilfried Zelinka ließ als gerissener Dulcamara bis hin zur Travestieshow nichts aus und sang nebenbei auch noch ausgezeichnet. Andrè Schuen zeigte Belcore als unverbesserlichen Macho, stattete ihn aber mit schönen Tönen aus. Tatjana Miyus als quirlige Giannetta ergänzte die launige Truppe. (APA)
„Verspielt, detailreich und rasant…“
(…) Der italienische Regisseur sprüht nur so vor Ideen und Gags. Verspielt, detailreich und rasant lässt er die Geschichte ablaufen.(…) Andrè Schuen singt ihn (Belcore) prächtig und stimmgewaltig (…), die eingesprungene Margareta Klobučar singt sie (Adina) perlend und flexibel. (…) Antonio Poli punktet mit seinem außergewöhnlichen schönen, wunderbar lyrischen, geschmeidigen und höhensicheren Tenor. (…) José Miguel Esandi lässt bei den Grazer Philharmonikern die Melodien nicht nur lebhaft funkeln, sondern fallweise auch ordentlich kochen. (Kurier)
„Einhelliger Jubel für alle.“
Als präzise, detailverliebt und immer schlüssig kann die Personenführung bezeichnet werden, die sich stets am musikalischen geschehen orientiert. Am szenischen Erfolg haben natürlich das originelle Bühnenbild von Paolo Fantin und die farbenprächtigen Kostüme von Silvia Aymonino ihren gebührenden Anteil.
José Miguel Esandi hält das sehr gut disponierte Grazer Philharmonische Orchester zu äußerster Präzision und Klangdifferenziertheit an, sorgt mit Animo für die notwendige Italianità und ist den Sängern ein fürsorglicher Partner. Wie immer bezauberte sie (Margareta Klobučar) uns mit ihrem Charme und ihrem makellosen geführten glockenreinen Sopran. Ihr ebenbürtig die männlichen Partner: Antonio Poli besticht durch bubenhafte Liebenswürdigkeit und seine schön timbrierte, technisch und stilistisch hervorragend geführte Tenorstimme, seine "furtiva lagrima" war einer der Höhepunkte des Abends. Einen großen persönlichen Erfolg konnte Andrè Schuen verbuchen (…) er überzeugt mit seinem edlen lyrischen und technisch bestens geführten Bariton sowohl in den kantablen Passagen, wie auch im Parlando, und es schallten nach seinem Auftritt bereits die ersten Bravorufe durchs Haus. Ein musikalisches und darstellerisches Kabinettstück liefert Wilfried Zelinka als jugendlich agiler, nicht nur Kokain sondern auch der Weiblichkeit zugetaner Dulcamara. Mit ihrem hübschen Sopran und ihrer Spielfreude gibt Tatjana Miyus (Giannetta) eine überzeugende Talentprobe ab. Einhelliger Jubel für alle. (Gundl.at)
BESETZUNG:
| Florian Erdl • José Miguel Esandi |
| Damiano Michieletto |
| Paolo Fantin |
| Silvia Aymonino |
| Alessandro Carletti |
| Margareta Klobučar • Nazanin Ezazi |
| Antonio Poli • Abdellah Lasri |
| Ivan Oreščanin • Andrè Schuen |
| Wilfried Zelinka • David McShane |
| Tatjana Miyus |