Nachgefragt bei Mickael Spadaccini


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Zwischen Generalprobe und Premiere hat der Tenor Mickael Spadaccini, der in der Grazer Erstaufführung von „La Rondine“ als Ruggero gastiert, Zeit gefunden, um dem Dramaturgen Bernd Krispin seine Begeisterung für Puccini, seine geliebte Magda und für Graz zu bekunden.

 

Seit Ihrem Debut im Jahre 2008 hat sich Ihr Repertoire beeindruckend entwickelt, denn es umfasst mittlerweile mehr als dreißig Partien. Hiebei spielt Puccini eine bedeutende Rolle. Welche seiner Partien sind Ihnen denn die liebsten?

 

Ich liebe Puccini in seiner Gesamtheit und kann eigentlich gar nicht so genau sagen, dass ich eine bestimmte Rolle bevorzugen würde. Gesungen habe ich bereits die Titelpartie in „Edgar“, den Pinkerton in „Madama Butterfly“, auch den Ruggero habe ich schon in einer Inszenierung von José Cura dargestellt. Aber ganz besonders gern singe ich den Des Grieux in „Manon Lescaut“ und den Cavaradossi in „Tosca“, den ich schon vierzig Mal gesungen habe. Puccini hat die Fähigkeit, das menschliche Gefühl in der höchsten Intensität zum Klingen zu bringen.

 

Ruggero liebt Magda überschwänglich und möchte mit ihr eine gemeinsame Zukunft aufbauen. Was ist für Ruggero das Besondere an dieser Frau?

 

Magda ist eine junge und noch dazu schöne Frau, die sehr viel Erfahrung hat, im Leben, aber auch in der Liebe. Sie eröffnet Ruggero eine aufsehenerregende Perspektive auf die Welt, und Magdas Blick auf die Welt ist so ganz anders als sein konventionelles Leben auf dem Lande, wo er aufgewachsen ist. Und diesen Gegensatz findet er reizvoll.

 

Hatten Sie während der Probenzeit die Gelegenheit, etwas von Graz zu sehen? Haben Sie einen Lieblingsplatz in dieser Stadt entdeckt?

 

Ich liebe Graz! Die Stimmung an der Oper  ist wunderbar, und alle Leute sind so freundlich zu mir. Die Stadt ist reizvoll und wunderschön, auch wenn es während der Probenzeit wirklich sehr kalt war. Ich spaziere gern den Schlossberg hinauf, geh dort im Restaurant essen und genieße den atemberaubenden Blick auf Graz.