Grenzenlos verschieden – drei Fragen an Sandy Lopicic


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Gemeinsam mit Dirk Kaftan, dem Grazer Philharmonischen Orchester und Musikern aus aller Welt begibt sich Sandy Lopicic am 31. März auf eine musikalische Weltreise.  Orchestermanager Tilmann Böttcher hat ihn zwischen den Proben zu einem kurzen Gespräch getroffen.

 

Was bedeutet für dich  „Grenzenlos verschieden“?

Leider hat der Mensch, vor allem in unseren Breitengraden, die Tendenz, sich abzugrenzen. Dadurch passieren, kulturell gesehen, parallele Evolutionen. Würden wir es schaffen, alle verschiedenen Sprachen, Kulturen, Musiken, Gottheiten etc. zusammen zu addieren, wären wir eine sehr reiche Spezies. Daran gilt es zu arbeiten, Grenzen zu öffnen, um von verschiedensten Erkenntnissen, Ritualen, Praktiken, Tönen etc. zu profitieren! — Die Inuit haben vielleicht keinen so großen Gesamtwortschatz, wie wir im Deutschen, aber dafür haben sie mindestens 15 verschiedene Ausdrücke um Schnee zu umschreiben. So ähnlich ist steht es mit dem Empfinden für Musik…
 

Was ist für dich das Spannendste am Projekt?

Das „Auf-einen-Nenner-bringen“ beim gemeinsamen Musizieren.  Es haben sich die verschiedensten musikalischen Traditionen über die Jahrhunderte, jede in ihre Richtung, entwickelt. Und trotzdem bleibt letztlich nur der EINE Überbegriff: MUSIK.  Und ich glaube, dass „Gott“ durch die Musik zu uns spricht … man muss nur genau hinhören! :-)

 

Weshalb sollte das Grazer Publikum zum Konzert kommen?

Weil es die MUSIK ist, und immer sein wird, die uns den Frieden und ein gemeinsames Miteinander bringt!