Andrea Sanguineti im Gespräch mit Marlene Hahn über „Il Trovatore“


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Graf Luna, Manrico oder Ferrando?

Graf Luna. Düstere Charaktere faszinieren mich mehr.

 

Abendessen: Restaurant oder selbst daheim kochen?

Zu Hause kochen. Zum Beispiel Carpaccio di Polpo (Octopus), alles mit Wild mag ich. Oder Kaninchen à la ligure – mit viel frischen Kräutern und Knoblauch.

Bier oder Wein?

Unbedingt Wein.

 

Mit welchem verstorbenen Künstler würden Sie gerne ein oder zwei Wein trinken gehen?

Kleiber, weil er das Leben im Ganzen zu genießen wusste, eine kontroverse Persönlichkeit war und sicherlich viel Spannendes zu erzählen hätte.

 

Welche Oper möchten Sie unbedingt noch dirigieren?

Viele. Zum Glück bin ich noch jung und kann mich daher auf noch viele Opernbegegnungen freuen, aber unbedingt sollte „Der Rosenkavalier“ dabei sein.

 

Welchen Wert hat das Theater für Sie persönlich?

Auf der einen Seite müssen wir die Musiktheatersprache nach vorne bringen, weiter entwickeln, neue Kompositionen fördern, Uraufführungen wagen – leider haben viele Zuschauer, aus verschiedenen Gründen, die moderne Sprache verloren. Trotzdem müssen wir weiter suchen, weiter versuchen, die Zuschauer für die Sprache der Moderne zu begeistern. Auf der anderen Seite haben wir die Aufgabe die Schätze der Musikgeschichte zu erhalten – nicht im Sinne eines Museums, wir müssen die Werke befragen, ihnen neues Leben einhauchen und die Frage stellen: Was hat die Oper heute noch mit mir zu tun?

 

Gibt es eine musikalische Epoche, die Ihnen besonders gefällt bzw. die sie besonders anspricht?

Die Postromantik! Unglaubliche Orchesterfarben, unendliche Kräfte werden hier entladen!

 

Die nervigsten Interviewfragen sind?

Ob ich vor dem Spiegel dirigiere … Natürlich nicht.