Silke Sense


Die Berlinerin Silke Sense wurde in der Ballettschule von Tatjana Gsovsky und Gerd Reinholm ausgebildet. Mit 15 Jahren erreichte sie als jüngste Teilnehmerin das Halbfinale des „Prix de Lausanne“. Noch als Schülerin studierte sie mit Rudolf Nurejev die Rolle der Klara im „Nussknacker“ ein, und bereits mit 16 übernahm sie erste solistische Aufgaben an der Deutschen Oper Berlin. 1980 wurde Silke Sense Mitglied des Balletts der Deutschen Oper Berlin, wo sie über siebzig Rollen in Arbeiten von Béjart, Nurejev, Neumeier, Kylian, van Manen, Spoerli, Petit, Schaufuss, Armitage, Fenley, Jones, MacMillan und Seyffert tanzte. 1997 beendete sie ihre Tänzerlaufbahn, absolvierte das Studium „Europäisches Kulturmanagement“ und war freiberufliche Managerin sowie Ballettmeisterin und Coach für Tänzer.
Seit 2004/05 leitet sie das Opernballett der Deutschen Oper Berlin, wo sie für Inszenierungen wie „Manon Lescaut“, „Pagliacci“, „Das Traumfresserchen“, „Lulu“ und „Simon Boccanegra“ als Choreographin tätig war. Choreographische Mitarbeit leistete sie bei Ottorino Respighis Oper „Marie Victoire“, „Der Barbier von Sevilla“ und „Carmen“. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Regisseur Roland Schwab: So schuf sie die Choreographien für „Fragmente“, „Tiefland“ und „Don Giovanni“ an der Deutschen Oper Berlin sowie in Altenburg und Gera für „Die lustige Witwe“.
Bei Rolando Villazóns Inszenierung von Puccinis „La Rondine“ ist sie in der Saison 2016/17 als Choreographin an der Oper Graz zu Gast.