Johannes Leiacker


Johannes Leiacker kam in Landshut zur Welt und absolvierte eine Tischlerlehre sowie ein Designstudium in Wiesbaden. Einem Engagement am Schauspiel Frankfurt folgten Arbeiten an den Schauspielhäusern in Düsseldorf, Bonn, Köln, Berlin (Schillertheater), München (Residenztheater), am Staatstheater Stockholm, am Königlichen Theater Kopenhagen und am Schauspielhaus Zürich. Weiters entwarf er nicht nur Bühnenbilder und Kostüme an allen wichtigen Opernhäusern Deutschlands, sondern auch in Amsterdam, Antwerpen, Barcelona, Bregenz („Tosca“), Brüssel, Genf, Helsinki, London, Kopenhagen, Los Angeles, Lyon, Madrid, Paris (Opéra comique), Wien und an der Metropolitan Opera New York. 1997 und 2009 wurde er von der „Opernwelt“ zum „Bühnenbildner des Jahres“ gewählt, und 2010 wurde sein Bühnenbild zu „Tristan und Isolde“ am Royal Opera House Covent Garden mit dem Laurence-Olivier-Award ausgezeichnet. Von 2004 bis 2010 hatte er eine Professur für Bühnenbild und Kostüme an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Häufig arbeitet er mit Dietrich Hilsdorf, Philipp Himmelmann (u. a. „Wozzeck“ an der Oper Graz), Guy Joosten, Christof Loy und Peter Konwitschny (u. a. in Graz „La Bohème“, „Der fliegende Holländer“, „Die Csárdásfürstin“ sowie „Faust“ am Schauspielhaus).
In der Saison 2016/17 ist an der Oper Graz erneut Peter Konwitschnys Inszenierung von „La Traviata“ in der Ausstattung von Johannes Leiacker zu sehen. Zudem gestaltet er die Bühne für die Grazer Erstaufführung von „La Rondine“ (in der Inszenierung von Rolando Villazón).