Heidrun Schmelzer


Im Anschluss an eine Meisterklasse bei Oskar Kokoschka an der Sommerakademie in Salzburg und nach dem Studium (freie Malerei, Graphik, Bühnen- und Kostümbild) an der Bayerischen Hochschule der Bildenden Künste in München war Heidrun Schmelzer drei Jahre lang Ausstattungsassistentin an der Bayerischen Staatsoper München, wo sie mit Josef Svoboda, Theo Otto, Jörg Zimmermann und Rudolf Heinrich zusammenarbeitete. Ihre Assistentenjahre fanden in einer eigenen Arbeit („Die Fledermaus“) an der Bayerischen Staatsoper ihren Abschluss. Es folgten Arbeiten in Helsinki und Tampere und Festengagements in Oldenburg, Wuppertal und Augsburg. Regelmäßig gastierte sie an zahlreichen Theatern Deutschlands (Berlin, Bremen, Darmstadt, Dortmund, Essen, Halle, Karlsruhe, Mainz, München), Österreichs (Wien, Klagenfurt), in der Schweiz (St. Gallen, Luzern), Frankreichs (Straßburg, Montpellier), sowie in Liège, Kopenhagen und Tokio. Dazu kommen einige Arbeiten für deutsche Fernsehanstalten, wie zum Beispiel die Verfilmung von Arthur Honeggers „König David“. 1994 entwarf sie an der Oper Graz die Bühne zur „West Side Story“, „Sweeney Todd“, „Zar und Zimmermann“, „Anything Goes“, „Gräfin Mariza“ und „Les Misérables“. Heidrun Schmelzer ist 2010 verstorben.
2016/17 ist an der Oper Graz erneut die Produktion der „West Side Story“ zu sehen, für die sie 2008 die Kostüme entworfen hat.